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Keimfreie Lebensmittel

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Eine Software, die entsprechend der HACCP-Methode aufgebaut ist, ermöglicht eine effiziente Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln.Lückenlose Rückverfolgbarkeit über Software-Module

Nach mehreren Todesfällen wegen verseuchtem österreichischem Käse hat die Handelskette Lidl zwei Produkte des österreichischen Herstellers Prolactal aus dem Sortiment komplett zurückgezogen. Der aktuelle Fall zeigt, dass Lebensmittelkontrollen in speziellen Fällen offensichtlich einer Optimierung bedürfen. Im Jahre 2002 wurde im Lebensmittelgesetz durch Artikel 178/2000 eine ordentliche Rückverfolgbarkeit aller Lebensmittel über Software oder Papier dokumentiert. Effektiv ist dieser Vorgang ab 1. Januar 2005 einzuhalten. „Um eine effiziente Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln gewährleisten zu können, sollte die eingesetzte Software entsprechend der HACCP-Methode aufgebaut sein. Da jedes Unternehmen individuelle Schritte in der Fertigung hat, sollte die Software so aufgebaut sein, dass es möglich ist aus den verschiedenen Modul-Bausteinen eine individuelle automatisierte Software für die Rückverfolgbarkeit der Produkte zu erstellen - je nach den kundenspezifischen Anforderungen", erläutert Pascal Wopperer, Marketsegment Manager Food & Pharma von Avery Dennison Printer Systems Division EMEA, im Gespräch mit „RFID im Blick".

Konzepte für Lebensmittelsicherheit
Bereits in den 60er Jahren sei laut Herrn Wopperer von der Weltgesundheitsorganisation (FAO WHO World Health Organisation) eine Sammlung von Normen und von Methoden veröffentlich worden. Der Codex Alimentarius definiert, wie gesunde Produkte für Menschen und Tiere zu produzieren sind. Der Codex sieht das HACCP (Hazard Analysis and Critical Control Points) -Konzept vor, das die Sicherheit von Lebensmitteln und Verbrauchern gewährleisten soll. Besonderer Wert wird dabei auf die Tiefkühlkost gelegt und die Nutzung von Zeit-Temperatur-Indikatoren vorgeschlagen. Diese sogenannten „Hygiene-Prozeduren" seien Bestandteil des ersten Moduls für eine Software, die in entsprechenden Unternehmen einzusetzen sei. „Die Risiken einer Kühlkettenunterbrechung müssen auf Basis von HACCP in das erste Software-Modul integriert werden, sowie beispielsweise Backdauer, sodass ein Schutz vor gesundheitsschädigenden Bakterien gewährleistet ist", so Pascal Wopperer. Das Konzept ist seit 2005 auch in der ISO-Norm 22000 fest verankert, welches ein Managementsystem für Lebensmittelsicherheit definiert.

Anschluss an das ERP-System
Im zweiten Modul müsse laut Herrn Wopperer eine Vorbereitung und Dokumentation der Warenströme in Datenform an das ERP-System erfolgen. Diese Daten stellen die Basis für die automatische Rückverfolgbarkeit. Im dritten Modul hat man die Möglichkeit einer individuellen Anpassung an die Anforderungen der Warenströme des Betriebs. Dieses basiere auf Prozessdiagrammen, welche beispielsweise Methoden für die Produktion, Einlieferung und Versand definieren. Da dies in jedem Unternehmen anders aussieht, erlaubt der Application Generator jedem Unternehmen eine individuelle Definition der Prozesse. Im vierten und letzten Modul seien die Abläufe definiert, die die Rückverfolgbarkeit eines Produkts ermöglichen. „Das Gesetz sieht vor, dass ein schadhaftes Produkt bis zur Herstellung im Unternehmen zurückverfolgt wird. Für diese Prozedur müssen alle gespeicherten Daten wie beispielsweise Charge, Menge, Qualität vorliegen, das heißt auch auf welcher Linie die Produktion stattfand und ob die Kühlkette eingehalten wurde, sodass die Rückverfolgbarkeit lückenlos durchgeführt werden kann", erklärt Pascal Wopperer.

Bild: Avery Dennison Deutschland GmbH

 

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