Per RFID-Transponder zum Parkplatz auf der Etage
In den Paul-Lincke-Höfen in Berlin-Kreuzberg ist die erste CarLoft-Wohnanlage fertiggestellt und von den ersten Nutzern bezogen worden. Der Clou des neuartigen Park-Wohnkonzepts: Man kann direkt auf jeder Etage parken. Der Parkplatz, eine offene CarLoggia, ist in das Loft integriert und nur vom jeweiligen Eigentümer per Zugangscode erreichbar. Per CarLift gelangt man direkt auf die Wohnetage, ohne aussteigen zu müssen. Thomas Reimann, zuständig für die übergeordnete Aufzugtechnik, erläutert das Konzept: „Die Zugangsberechtigung zum Aufzug erfolgt per RFID-Transponder.
Fährt man mit dem Wagen vor den Lift, übermittelt der Transponder die Zieletage, und der Aufzug bringt den Bewohner automatisch zum Stellplatz. Der gesamte Parkvorgang dauert circa 2,5 Minuten, und damit die Hälfte der Zeit eines Parkvorganges in der Tiefgarage. Das Standard CarLoft-Modul besteht aus einem modifizierten Autoaufzug und Pkw-Stellplätzen, die sich in jeder Etage an den Kopfseiten des Aufzuges befinden. „Der CarLift ist ein Spezialaufzug, der über zwei komplett getrennte Zugänge verfügt", so der Spezialist weiter. Optische und akustische Signale unterstützen die Ein- und Ausfahrt in die beleuchtete Aufzugkabine (2,80 m x 6,00 m). Zum persönlichen „Shuttle Service" gehört eine speziell entwickelte Software, welche eine Vorbestellung des CarLifts per Touchpanel sowie eine nutzergenaue Abrechnung ermöglicht. Diese wird nach Quadratmetern auf die Bewohner umgelegt. Reimann ist überzeugt, dass sich das Konzept durchsetzt. „Immer mehr Menschen möchten den Komfort eines Ein-Familienhauses in der Stadt genießen.
Neben dem Komfort kommt auch der Aspekt Sicherheit zum Tragen, da nur der Bewohner den Zugangscode hat und er das Auto sicher und geschützt in der CarLoggia neben der Wohnung parken kann." Bedrohliche Situationen in dunklen Seitenstraßen, schlecht beleuchtete Tiefgaragen oder Angst vor Übergriffen sollen damit der Vergangenheit angehören. Hintergrund ist, dass es in der jüngsten Vergangenheit im Szenebezirk Kreuzberg zu Vandalismus gekommen ist. Zudem könnte das Modell angesichts knapper Bauflächen Tiefgaragen ersetzen. „In Berlin gibt es hohe Grundwasserstände. Je tiefer man baut, umso höher sind die Kosten", weiß der Ingenieur. Aus diesen Gründen oder aus Platzmangel wie auf einem Grundstück in der Nähe des Checkpoint Charlie sind Parkgaragen gar nicht möglich zu realisieren." Hier entsteht gerade ein neues Carloft. Weitere Objekte in Frankfurt, Köln, Düsseldorf, München und Hamburg sind derzeit in Planung. Zudem befindet sich das Unternehmen, welches sich das Konzept hat patentieren lassen, auf der Suche nach einer passenden Liegenschaft in Wien oder Salzburg für die Realisierung der ersten CarLofts in Österreich. Auch weltweit gibt es für das Konzept bereits zahlreiche Anfragen.
Foto: CarLoft GmbH


Die RFID-Technologie ist ausgereift. Standards für die gängigen Systeme sind verfügbar. Und für alle Anwendungen unterschiedlichst...






