Für den Logistikdienstleister ist das Thema RFID unumgänglich
Der Logistikdienstleister Meyer & Meyer verfügt bereits seit einigen Jahren über Erfahrungen mit der RFID-Technologie. Bis Ende 2009 war das Unternehmen als Partner in dem Verbundprojekt Eisth-Loaw beteiligt und begleitet zudem den RFID-Rollout bei Gerry Weber. Das Meyer & Meyer Logistikzentrum Osnabrück ist die zentrale Drehscheibe für die Hängetextilien des Bekleidungshändlers. „Als Logistikdienstleister wissen wir ganz genau, wie sehr die Bedeutung der RFID-Technologie in den nächsten Jahren zunehmen wird, berichtet Warehousing-Leiter Harald Bartmann-Sonnenburg, gegenüber „RFID im Blick".
„Wenn man das hochautomatisierte Lager mit mehreren Ebenen das erste Mal betritt, gewinnt man sofort einen Eindruck von den enormen Mengen, die hier jeden Tag abgewickelt werden", erläutert Bartmann-Sonnenburg. Auf einer Fläche von rund 60 000 Quadratmetern hat er alles fest im Blick. „Wir können in der Spitze etwa 1,4 Millionen Hängeteile unterbringen. Da brauchen wir ein Höchstmaß an Sicherheit bezüglich der Wiederauffindbarkeit" betont Bartmann-Sonnenburg. Durch die Automatisierung der Logistikanlage konnte der Fashionlogistiker nach eigenen Angaben
Fehlmengen bereits auf ein Minimum reduzieren. Mit RFID soll die Sicherheit weiter erhöht werden. Für Bartmann-Sonnenburg vielversprechende Perspektiven. Er sieht in der RFID-Technologie in erster Linie eine Chance, um das hohe Qualitätsniveau, das Kunden aus der Fashionbranche von ihren Dienstleistern fordern, weiter zu steigern. „Wir sind aktiv in den Prozess eingebunden. Zukünftig bilden die RFID-Daten die Voraussetzung, um die Waren zu avisieren und zu vereinnahmen. Zudem werden auch unsere Abläufe am Warenausgang noch einmal beschleunigt, da mit Hilfe von RFID eine Kontrolle per Hand entfällt." In dem Projekt Eisth-Loaw, an welchem der Dienstleister seit 2008 beteiligt ist, konnte Meyer & Meyer aktuell Erfahrungen sammeln und hat gemeinsam mit den Partnern Standards entwickelt. „Wir konnten sehr präzise auswerten, wie viele Stunden für einzelne Prozessschritte in der Logistik anfallen und wie ein komplexes Lagerlogistiksystem auf die neue Technologie reagiert", so das Fazit des Warehousing-Leiters.
„Als Logistikdienstleister befassen wir uns seit Jahren aktiv mit der RFID-Thematik. Die Entwicklungsschritte auf diesem Gebiet sind enorm", ist Bartmann-Sonnenburg überzeugt. Als innovationsfreudiger Logistikdienstleister will Meyer & Meyer von vornherein an den Entwicklungen beteiligt sein und die Möglichkeiten der neuen Technologie im Sinne seiner Kunden effizient nutzen. Das Unternehmen geht davon aus, dass in absehbarer Zeit weitere Kunden mit RFID arbeiten werden und die Technologie an weiteren Standorten zum Einsatz kommen wird.
Mit dem Rollout von Gerry Weber treffen ab der zweiten Jahreshälfte auch die ersten mit RFID-Tags versehenen Kleidungsstücke bei dem Logistiker ein. Möglicherweise wird Meyer & Meyer im DC Osnabrück ab dem Geschäftsjahr 2011 Inventuren mit mobilen RFID-Handscannern durchführen. Im Bereich des Liegewarenlagers von Gerry Weber, das seit 2008 seinen Standort in Osnabrück hat, soll zudem eine abschließende Mengen- und Qualitätskontrolle der Kartonware, die derzeit manuell durchgeführt wird, mit RFID möglich sein. „Wir gehen davon aus, dass der Einsatz von RFID große Auswirkungen auf die Qualität im Logistikablauf haben wird."
Foto: Meyer & Meyer Holding GmbH & Co.


Die RFID-Technologie ist ausgereift. Standards für die gängigen Systeme sind verfügbar. Und für alle Anwendungen unterschiedlichst...






