Lufthansa Technik Logistik entwickelt Transponder zur Erfassung von Bauteilen
Lufthansa Technik Logistik (LTL) hat einen UHF-Transponder entwickelt, der nach Angaben des Unternehmens erstmals die hohen Anforderungen von Instandhaltungsbetrieben in der Luftfahrt erfüllt. Die Entwicklung ist Ergebnis des im Rahmen des Hamburger Luftfahrtforschungsprogramms geförderten Projektes „Permanent Parts Marking" und soll eine dauerhafte Kennzeichnung von Bauteilen nicht nur innerhalb, sondern erstmals auch außerhalbder Flugzeugkabine ermöglichen.
Zur Erfassung eindeutiger Gerätedaten wird der Transponder permanent auf Bauteile aufgebracht. Der Tag habe ein Gewicht von gerade 3,2 Gramm und sei gegen Feuer, Vibrationen, Stöße, Feuchtigkeit und Chemikalien resistent. Auch dem geringen Druck in Flughöhe sowie Temperaturen von minus 65 bis plus 160 Grad Celsius halte der Transponder stand.
Im UHF-Bereich ließen sich auf Metall Reichweiten von drei Metern (bei 868 MHz) bis einem Meter (bei 960 MHz) erzielen. Das nur 11 x 41 x 5 Millimeter messende Bauteil könne laut LTL ohne Batterie bis zu 512 Bit an Nutzdaten speichern. Der Transponder werde gemäß SAE Aerospace Standard 5678, RTCA Standard DO-160 und Schutzklasse IP 69K qualifiziert. Außerdem sei der UHF-Tag kompatibel mit den RFID-Standards ISO 18000-6c sowie EPC Class1 Gen2 und ermögliche eine ATA Spec 2000 Chapter 9-5 konforme Codierung, wie das Unternehmen weiter berichtet. Der Transponder könne mit dem Luftfahrtzertifikat „Form One" der EASA (European Aviation Safety Agency) erworben werden.
Anwendungspotenziale für den Transponder sieht das Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette eines Flugzeugbauteils, angefangen bei der Produktionslogistik des Geräteherstellers über die Fertigungslogistik der Flugzeugbauer bis hin zu den Instandhaltungsprozessen während des gesamten Flugzeuglebens. Als erster Hersteller werde Lufthansa Technik den Tag auf ihren selbst entwickelten Geräten des Cabin Management & Inflight Entertainmentsystems 'nice' aufbringen. Lufthansa Technik Logistik, ein Tochterunternehmen von Lufthansa Technik, wurde bei der Entwicklung seit September 2008 durch die Projektpartner Lufthansa Systems, das Zentrum für Intelligente Objekte (ZIO) am Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen (IIS) in Erlangen und die Harting Mitronics aus Biel in der Schweiz unterstützt. Aktuell befindet sich der Tag in der Qualifizierungs- und Zulassungsphase. Die Serienfertigung des Transponders soll Ende Juli 2010 beginnen.
Foto: Lufthansa Technik Logistik (LTL)









