Paul Craemer setzt mit neuem Halbpalettenkonzept auf nachhaltige Logistik
Mit einer neuen Kunststoff-Halbpalette mit integriertem RFID-Tag erweitert das Unternehmen Paul Craemer sein Angebot. Das „ECOmax" genannte Halbpalettenkonzept soll eine Alternative zur „Düsseldorfer" Halbpalette aus Holz bieten, die laut Frank Bücker, Vertriebsleiter bei Craemer, in den Paletten-Tauschpools von Industrie und Handel nicht immer den hohen Praxisanforderungen entspreche und zusätzliche Kosten verursache.
Mit der in das Dienstleistungsangebot Palpool integrierten neuen Generation an Ladungsträgern visiert Craemer nicht nur den Discounter-Handel an, sondern will auch in puncto nachhaltiger Logistik neue Wege gehen. „Das neue Konzept steht fur Nachhaltigkeit und Wertschöpfung in der Palettenlogistik", so Bücker im Gesprach mit „RFID im Blick". „Auf die Forderung von Industrie und Handel haben wir einen Ladungsträger entwickelt, der eine höhere Nachhaltigkeit, Funktionalität und Langlebigkeit als die „Düsseldorfer" bietet und gleichzeitig einen universellen Einsatz in der gesamten Supply-Chain ermöglicht." In dem bisherigen Palettentausch-Pool mit der Düsseldorfer Palette würden oft minderwertige Ladungsträger in die offenen Tauschpools eingespeist, die nicht selten nach den ersten Einsatzen Beschadigungen aufweisen und dann repariert oder gleich entsorgt werden müssten.
Doch nicht nur ökonomische Grunde veranlassen Industrie und Handel zunehmend nach Alternativen zur „Düsseldorfer" Palette zu suchen. Im Zuge sinkender Rohstoffressourcen und der Forderung, den CO2-Gehalt in Europa um 30 Prozent zu senken, steigt der Bedarf nach einer Alternative, die eine höhere Langlebigkeit und Funktionalität als die bisherige Holzhalbpalette bietet. „Als Vorreiter im Bereich der Kunststoffpalette haben wir aber auch den Anspruch an uns selbst: Wir wollen und müssen die Entwicklung weiter vorantreiben. In der Gesellschaft findet ein allgemeines Umdenken statt und damit ändert sich auch das Verhalten des Verbrauchers, der genau hinschaut, welchen Carbon Footprint ein Produkt trägt.
Dabei geht Craemer neue Wege in der Produktion, beispielsweise durch den schonenden Umgang mit Ressourcen und den kontrollierten Einsatz recycelbarer Werkstoffe, die dem Kreislauf wieder zugeführt werden konnen. Zudem will das Unternehmen in die Forschung und Entwicklung neuer Werkstoffe und Produktionsverfahren investieren. „Wir planen gemeinsam mit einem Institut eine Untersuchung zu der Frage, wie man den Rohstoff der Palette wieder in den Kreislauf zuruckführen kann. Denn auch Kunststoff selbst steht nicht unbegrenzt zur Verfügung. Ein weiteres Argument ist die Preisstabilitat, die ich durch die Aufbereitung zu vernünftigen Kosten erzielen kann", betont der Vertriebsleiter. „Die Frage heist nicht mehr: Was können wir machen, sondern was müssen wir machen? Und wie viel Geld müssen wir investieren? Das bedeutet auch, andere Prozesse zu finden."
Foto: © 3d-Master - Fotolia.com


Die RFID-Technologie ist ausgereift. Standards für die gängigen Systeme sind verfügbar. Und für alle Anwendungen unterschiedlichst...






