Berliner Klinik will Sterilisationsprozesse optimieren und Kosten senken
Moderne Funksysteme können dabei helfen, klinische Abläufe effizienter zu gestalten. So wendet die Forschungs- und Entwicklungsgesellschaft How to Organize für ihre Komplettlösung zur Optimierung klinischer Prozesse RFID- und WLAN-Tags an. Die Produktreihe „Orchestrion" umfasst drei Module, die bereits in der Berliner Klinik für minimalinvasive Chirurgie (MIC) eingesetzt werden. Die Ziele, die von der Berliner Klinik für MIC verfolgt werden, lauten Erhöhung der Patientensicherheit, Workflow-Optimierung, Kosteneffizienz und Kostensenkung. Eines der Module dient dem Instrumentenmanagement. Das „Orchestrion Instrument Management Module (IMM)" soll den Einsatz der klinischen Instrumente durch eine Rückverfolgung ihres Gebrauchs optimieren. Hierzu werden die Siebe mit RFID-Chips gekennzeichnet und beim Durchlaufen definierter Eintrittspunkte automatisch identifiziert.
„Mithilfe dieses Systems können wir ganz genau nachvollziehen, was wir zu einem bestimmten Zeitpunkt im OP-Saal oder im Lager haben", sagt Annica Witt von How to Organize. „So kann beispielsweise festgestellt werden, ob eine Express-Sterilisation in Auftrag gegeben werden muss, damit, falls ein Notfallpatient reinkommt, dieser sofort operiert werden kann." Mit dem hohen Grad an Transparenz, den RFID ermögliche, könne man den Lagerbestand optimal kontrollieren.
Das System könne zudem eine Bewertung des Siebes, in dem die Instrumente abgelegt sind, durchführen, so Witt weiter. „Oftmals sind viele Instrumente in einem solchen Sieb enthalten, die allerdings nicht alle für die Operation benutzt werden. Hier kann man durch Einlesen der Instrumente überprüfen, was man benutzt hat und was nicht. So können die Siebe entsprechend angepasst werden. Denn öffne ich etwas, muss ich es automatisch sterilisieren. Verpacke ich gewisse Dinge einzeln und ziehe sie nur dann hinzu, wenn ich sie wirklich brauche, spare ich mir unnötige Sterilisationskosten."
Ein weiterer Vorteil des Systems sei die Möglichkeit, über die Erfassung des tatsächlichen Einsatzes für jedes Instrument die Gesamtkosten über den Lebenszyklus zu berechnen: „Manche Instrumente sind in der Anschaffung günstig, müssen aber häufiger repariert werden. Über den ganzen Lebenszyklus betrachtet kosten sie den Anwender möglicherweise mehr Geld, als wenn er ein teures Instrument kauft, das weniger ausfällt und dadurch weniger Folgekosten verursacht."
Um die optimalen RFID-Tags zu finden und auch die Störfestigkeit des Systems sicherzustellen, habe How to Organize intensiv mit verschiedenen Anbietern zusammengearbeitet und Möglichkeiten abgewägt, sagt Witt. Die Tags, die das Unternehmen heute verwendet, stammen zu einem großen Teil vom Unternehmen Microsensys.
Bild: How to Organize GmbH








