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Verringerte Standzeiten um 20 Prozent

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RFID-Container Management in den Ford-Werken in Köln: Markiert im Bild sind die Transponder an den Karosserie-Ladungsträgern.RFID optimiert Distributionsprozess in den Ford-Werken in Köln

Im Ford-Werk Köln erfolgt aktuell für jedes Fahrzeug am Ende der Montagelinie eine Ausstattung mit einem RFID-Transponder, welcher alle relevanten Fahrzeugdaten bereitstellt. Dank RFID hat Ford heute nahezu keine Fehlverladungen mehr zu verzeichnen, konnte die Standzeiten um 20 Prozent verringern und den Auslieferungsprozess um 15 Prozent beschleunigen. „Die bisherigen Standzeiten wurden vor dem Projekt verifiziert und mit den neuen Daten verglichen. Über eine Dreisatzrechnung konnten wir den Mehrwert berechnen", erklärt Chris Bartkiewicz, Leiter der Abteilung Manufacturing and Joint Venture Planning, IT Europe von den Ford-Werken in Köln.

Bei Vollauslastung werden bis zu 1 950 Fahrzeuge der Modelle Fiesta und Fusion täglich auf zwei Montagelinien im 3-Schicht-Betrieb produziert und über die Distributionswege Schiff, Bahn und Lkw zu den Distributionszentren und Händlern transportiert. Inbetriebnahme des Systems am Standort Köln war im Mai 2008 - an einem langen Wochenende, damit der Arbeitsbetrieb nicht gestört wurde. Über ein Jahr lief das System im Testbetrieb und wurde wöchentlich überprüft im Hinblick auf eine Erkennungsrate von mehr als 99,9 Prozent, die als Vorgabe zu erreichen war. Erst nachdem diese sowohl bei Regen, Schnee, Nebel und Hitze nachweisbar war, ist im Spätsommer 2009 der Startschuss für das Ausrollen in die weiteren Betriebe von Ford gegeben worden.

Geringere Netzwerklast durch RFID
Der RFID-Transponder, der auf der rechten hinteren Seitenscheibe des Fahrzeugs platziert ist, enthält eine eindeutige Fahrzeugnummer und weitere wichtige Fahrzeugdaten, wie Produktionsdatum und Bestimmungsort. An neuralgischen Punkten erfolgt eine Auslesung der Transponder in der Vorbeifahrt durch fest installierte RFID-Reader. Der RFID-Tag wird mehrere Dutzend Male pro Sekunde detektiert. Das Lesegerät filtert die Daten, bevor eine Übertragung an das Backend stattfindet. Diese viel geringere Netzwerklast verbessert die Performance erheblich. Somit ist jedes Fahrzeug über alle Stationen hinweg verfolgbar und der aktuelle Fahrzeugstatus ist in Echtzeit verfügbar.

Fehlerhafte Wegwahl ausgeschlossen
Mit beschrankten Areal-Übergängen gehört eine fehlerhafte Wegwahl überwiegend der Vergangenheit an. Durch die Erfassung der Transponder kann das Backend entscheiden, ob das Fahrzeug für den nächsten Schritt eine Freigabe erhält (beispielsweise wenn der Qualitätscheck in Ordnung war). Die Destination für die nächste Station ist auf einem Überkopf-Display erkennbar, gegebenenfalls erfolgt eine Aktualisierung der Daten auf dem Tag oder eine Sperrung bei der Übergabe zur Transport-Logistik, um nachträgliche Manipulationen auszuschließen. Sollte nun ein Fahrer den falschen Distributionskanal gewählt haben oder ein Qualitätscheck nicht erfolgreich absolviert sein, so bleiben die Schranken geschlossen und der Fahrer folgt den Anweisungen auf dem Display.

Das RFID-System ist mit der bestehenden Middleware gekoppelt. Mit einer erweiterten Edgeware auf dem RFID-Network Controller und den RFID-Readern bringt Generalunternehmer 7iD Technologies eine von EPCglobal zertifizierte Software zum Einsatz.

Lesen Sie den vollständigen Beitrag in der Aprilausgabe von „RFID im Blick".

Bild: 7iD Technologies GmbH

 

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