Die BMW-Group setzt seit Produktionsstart im Werk Regensburg auf RFID-Lösungen
Seit Anfang des Jahres 2009 richtet die BMW Group ein Kompetenzfeld für die RFID-Technologie ein. Das Ziel ist es, auf Basis der Logistik- und Produktions-Strategie auf ein Team von Spezialisten zu bauen, die Lösungen für Infrastruktur, Standards, Devices und Business Integration für die jeweiligen Prozessanforderungen erstellen (Ziel: Baukästen für spezifische Anforderungen) und deren Umsetzung betreiben. „Es besteht seitens der Fachbereiche sehr großes Interesse, dass die Ortung in der Fertigung nun kanalisiert, an der Logistik- und Produktions-Strategie ausgerichtet, abgearbeitet wird", berichtet Robert Peter, Prozess IT Order to Delivery und Leiter CoC Anlagennahe Systeme, gegenüber „RFID im Blick".
Innerhalb des Kompetenzfeldes arbeiten aktuell nur BMW-interne Mitarbeiter aus verschiedenen Linienorganisationen zusammen. Das Zusammenarbeitsmodell sieht eine enge Kooperation mit den Kollegen der Logistik- und Produktionsplanung vor. Aus technischer Sicht wurde das Kompetenzfeld in drei Layer unterteilt:
- Standards: Kollegen der Architektur in der Prozess IT Order to Delivery
- Devices: CoC Anlagennahe Systeme - Kompetenzfeld RFID in Zusammenarbeit mit dem Infrastruktur Lösungsbau (Produktverantwortung, Produktionsendgeräte)
- Business Integration: Kollegen der Prozess IT Order to Delivery
„Des Weiteren gibt es eine enge Abstimmung mit dem Kompetenzfeld „Ident und Ortung", welches ebenfalls im CoC Anlagennahe Systeme beheimatet ist und sich mit speziell mit Ident- und Ortungssystemen befasst, auch wenn diese mittels RFID umgesetzt werden", so Robert Peter.
Projekte/Lösungen, die durch das Kompetenzfeld erarbeitet wurden:
- Projekt zur Behälterverfolgung in einem geschlossenen Behälterkreislauf im Motorenwerk Hams Hall (Abnahme Gateway bis 15. April 2010)
- Projekt „Tow Train" im Mini Werk Oxford (Status Stabilisierungsphase)
- Pilot zum automatischen Teileabruf (eKanban) im Werk Spartanburg (abgeschlossen)
- WAS-Installation im Werk Regensburg (aktive Ortung)
- Mitarbeit im Projekt „RFID based Automotive Network" - Umsetzung des BMW USE Case „Behältermanagement" (Konsortialprojekt von und mit Daimler)
RFID-Anwender der ersten Stunde
Christoph Blöchl, zuständig für Steuerungstechnik und IT in der Montage im Werk Regensburg, berichtet, dass RFID seit dem Produktionsstart 1986 in der Endmontage eingesetzt wird: Unter anderem für die Identifikation der Karossen, Paletten, Werkstückträger und Elektrohängebahnen samt den daran hängenden Teilen.„Auf unseren Tags ist nicht viel gespeichert, nur die wichtigsten Ident- und Typdaten der Fahrzeuge und Komponenten", erläutert Blöchl. „Diese kleinen Transponder haben nur 100 Byte Speicherplatz. Alle weiteren Daten, die zum Verbau oder zur Steuerung nötig sind, werden von IT-Leitsystemen beigesteuert." Speziell zur Identifikation von Kfz-Teilen wie Türen und Cockpit sei der kleine, wartungsfreie Datenträger dem Papierbarcode vorzuziehen: „Keine Verschmutzung, größerer Leseabstand, Beschreibbarkeit", zählt Blöchl die Vorteile auf. Zudem würden immer mehr RFID-Komponenten nach dem Verbau im Auto als Protokoll zurückbleiben.
Lesen Sie den vollständigen Beitrag in der Aprilausgabe von „RFID im Blick".
Bild: BMW AG









