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Reportage: Hidden Champions

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Reportage Hidden ChampionsAls heimliche Gewinner oder besser bekannt unter dem englischen Begriff Hidden Champions werden relativ unbekannte kleine oder mittelständische Unternehmen, die in ihrem Markt jedoch Marktführer sind, verstanden. So die Definition von Prof. Dr. Hermann Simon, Chairman der weltweit tätigen Unternehmensberatung Simon-Kucher & Partners. Hidden Champions operieren im so genannten „Hinterland" der Wertschöpfungskette und darin liegt oft der Grund ihres Erfolges. Vor allem mittelständische Hersteller von Industrieprodukten, Elektronikkomponenten und Embedded Systems trotzen der Krise und behaupten als Marktführer ihre Spitzenposition. Ob davon auch der RFID-Markt betroffen ist, beantwortet die Reportage.

Alle Themen der Reportage auf einen Blick

KlebstoffentwicklungKlebstoffentwicklung: Vom Chip bis zur Solarzelle
Rund 15 kg Klebstoff beeinflussen heute die Eigenschaften eines Fahrzeugs, Hochleistungsklebstoff steckt in den Rotorenblättern einer Windenergieanlage, aber er schafft auch die zuverlässige Verbindung zwischen Chip und Antenne bei der Produktion von RFID-Labels. Der Hersteller von Industrieklebstoffen Delo hat neue Klebstoffentwicklungen zur Marktreife gebracht, welche diese Prozesse effizienter machen sollen. Derzeit ist das Unternehmen in zwei internationalen Forschungsprojekten in Tampere und Gent involviert, welche sich mit der Integration von Komponenten wie Displays in aktive RFID-Labels befassen. An der Universität in Gent wird die Klebetechnik derzeit für den Einsatz im Flip-Chip-Bereich getestet. Ziel des Projektes „Flexible Autonomous Cost Effi cient Energy Source and Storage" (FACESS) ist es unter anderem, organische Solarzellen sowie eine Dünnschichtbatterie auf einem flexiblen Substrat mit handelsüblichen Materialien und kostengünstigen Rolle-zu-Rolle Serienproduktionsverfahren zu entwickeln.

Maschinenbau: Sicherheitslösungen „Made in Germany" gefragt
Nach der Übernahme des Automotive-Geschäft es von Nokia geht das Unternehmen Novero neue Wege. Am Bochumer Standort, wo der finnische Konzern bis 2008 Handys baute, werden nun unter anderem Kommunikationslösungen für die Automobilindustrie entwickelt und gefertigt. Aktuell koordiniert das Unternehmen das im Themenfeld „Innovationen gegen Produktpiraterie" vom BMBF geförderte Verbundprojekt MobilAuthent. Gemeinsam mit fünf Partnern soll ein globaler Dienst zur eindeutigen Kennzeichnung, Verfolgung und Authentifi zierung technischer Originalprodukte aufgebaut werden. Projektziel ist die Entwicklung einer RFID-Komplettlösung für die fälschungssichere Objektidentifi kation, die auch im metallischen Umfeld einsatzfähig ist. Mobile Geräte sollen eine einfache Integration in Prozesse der Anwender ermöglichen. Zielmärkte sind vor allem der Maschinen- und Anlagenbau. „RFID im Blick" sprach mit Projektleiter Dirk Kunert.

ChiptechnologieChiptechnologie: Spitzentechnologie aus Silicon Saxony
Die Krise der großen Chiphersteller hat eine tiefe Wunde in die Halbleiterhochburg Sachsen geschlagen. Nun soll Hightech aus Silicon Saxony, dem größten Mikroelektronik-Cluster Europas, den Markt erneut ankurbeln. Mit einem Millionenprogramm für energieeffiziente Spitzentechnologie. Viele mittelständische Marktführer sitzen mit im Boot.

Stofflogistik: Innovation von der Rolle
Seit gut zwei Jahren nutzt JAB Anstoetz in seinem Lager in Herford ein RFID-System, welches den Verladeprozess von Teppichen unterstützt. Der Bielefelder Stoffverlag konnte damit die Prozessqualität erheblich verbessern. Weitere Optimierungspotenziale hat das Unternehmen, einer der weltweit größten Stoffverlage, bereits im Blick und investiert nachhaltig in Prozessinnovationen, wie Hermann-J. Grauthoff, EDV- und Organisationsleiter bei JAB Anstoetz gegenüber „RFID im Blick" berichtet.

AutomobilindustrieAutomobilindustrie: RFID-gestütztes Behältermanagement
Seit Jahren wird gerade im Bereich der Automobilindustrie das Thema „RFID-gestütztes Behältermanagement" diskutiert. Während an Spezialladungsträgern und Gitterboxen zunehmend Transponder eingesetzt werden, erweisen sich die Applikationen im Bereich von Kleinladungsträgern (KLT) aufgrund der Masse an KLT's und deren gemischten Besitzverhältnissen noch als schwierig.Auch der Automobilzulieferer Hoerbiger SynchronTechnik stand vor der Aufgabenstellung, die Produktionslogistik zu optimieren und den Produktionsprozess vom Wareneingang über die Fertigung und Montage bis zum Warenausgang lückenlos zu überwachen und zu dokumentieren.

ArmaturenproduktionArmaturenproduktion: „Mit RFID Logistikkosten senken"
Herstellungskosten durch Automatisierung senken und dafür in den Ausbau der Produktionsstandorte in Deutschland investieren. Diesen Weg geht das international agierende Unternehmen Hansgrohe aus dem Schwarzwald. Der Hersteller von Bad- und Küchenarmaturen, Wellness-Systemen und Wasserrecyclingtechnologien setzt seit gut einem Jahr ein RFID-gestütztes Kanban-System zur Steuerung von Transportboxen zwischen dem Produktionsstandort in Schiltach und dem Offenburger Logistikzentrum ein. Aktuell plant das Unternehmen, sämtliche Materialbewegungen mittels RFID zu verfolgen.

Medizintechnik: Produktschutz für die Gesundheit
Um die missbräuchliche Verwendung von Original-Sonden an Lasern auszuschließen, nutzt das Jenaer Medizintechnikunternehmen Biolitec die RFID-Technologie als Echtheitsschutz. Der Anbieter für die photodynamische Therapie verfügt heute über Produktionsstätten in Europa, den USA und Asien.

Lesen Sie mehr in der Maiausgabe von „RFID im Blick".

 

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