Home RFID-Themen im Überblick Potenziale für AutoID/RFID liegen vor allem im Healthcare-Sektor

Potenziale für AutoID/RFID liegen vor allem im Healthcare-Sektor

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Hardware + Software + Consulting = Mehrwert

Interview mit Frank Wien, Wien Computer Expert GmbH

Seit der Gründung im Jahr 1985 ist das Unternehmen Wien Computer Expert als Systemhaus für anwendungsbezogene EDV-Druckausgabe tätig. Jährliche Umsatzsteigerungen von 30 Prozent und 4 000 bundesweit installierte Drucksysteme im eigenen Service verzeichnet das Systemhaus heute. Zu den Kunden gehören unter anderem Unternehmen wie Airbus Deutschland sowie führende Speditions - und Logistikunternehmen. Im Interview spricht Geschäftsführer Frank Wien über aktuelle Umsetzungen von AutoID-Projekten und die Einsparpotenziale, die sich durch den Einsatz von Auto- ID/RFID-Technologien ergeben.

In diesem Jahr feiert Ihr Unternehmen das 25-jährige Bestehen. Welche Entwicklung hat Wien Computer Expert seither durchlaufen?

Frank Wien: Bereits seit dem Bestehen sind wir auf dem AutoID-Sektor tätig. Wir verstehen uns somit als Full-Service-Distributor sowie als Systemhaus für AutoID-Lösungen. Der Barcodedruck ist seither ein Schwerpunkt unserer Tätigkeit. Seit fünf Jahren beschäftigen wir uns darüber hinaus auch mit der RFID-Technologie. Wir sind stolz, auf eine 25-jährige Geschichte auf dem IT-Markt zurückzublicken.

Zumeist findet RFID in der Logistik und Industrie Anwendung. In welchen Branchen sehen Sie das größte Wachstumspotenzial?

Einen Schwerpunkt des RFID-Einsatzes bilden weiterhin die Logistik und Produktion.
Einen Schwerpunkt des RFID-Einsatzes bilden weiterhin die Logistik und Produktion.

Frank Wien: Nach wie vor liegt der Schwerpunkt auf den Bereichen Logistik, Produktion und Industrie, verstärkt ist unser Unternehmen aber auch im Healthcare-Sektor tätig. Bedingt durch das auf politischer Ebene verabschiedete Konjunkturpaket II werden in diesem Bereich derzeit viele notwendige Investitionen getätigt. Davon profitieren besonders Krankenhäuser, indem Infrastrukturen geschaffen werden, die es bisher nicht gegeben hat. Ziel ist es, diese Einrichtungen wettbewerbsfähig zu gestalten, unter anderem auch durch die Einführung von WLAN-Technologie, ergänzend aber auch durch AutoID/RFID. Das Potenzial liegt vor allem in den logistischen Prozessen, beispielsweise bei der Medikamentenausgabe, aber auch in der Betten- und Textillogistik sowie für die Operationsbestecklogistik ergeben sich erhebliche Einsparpotenziale. Denn letztlich müssen alle Abläufe dokumentiert werden. Und zu diesem Zweck eignen sich AutoID/ RFID-Technologien besonders.

Wien arbeitet mit führenden Herstellern aus der AutoID-Branche zusammen. Können Sie Beispiele für die aktuelle Umsetzung von AutoID-Projekten nennen, in die Ihr Unternehmen involviert ist?

Frank Wien: Wir arbeiten in diesem Rahmen mit der Logistikinitiative Hamburg und dem Hamburger Logistikinstitut zusammen und betreiben gemeinsam mit dem Institut das Consulting und die Optimierung dieser internen Prozesse. Die Initiative besteht erst seit Mitte 2009 und hat sich zum Ziel gesetzt, gemeinsam mit mehreren Unternehmen einen Mehrwert für Endkunden zu generieren. Als Hardwareintegrator arbeiten wir auch mit Transponderherstellern zusammen. In diesem Zusammenhang geht es um die Anpassung an die Software und das Consulting. Erst wenn diese drei Bereiche gemeinsam zum Einsatz kommen, ist der Mehrwert auch gegeben. Somit hat sich ein loses Partnernetzwerk entwickelt, das den Kunden aber eine komplette Lösung bieten kann. Zudem sind wir im Jahr 2009 eine strategische Partnerschaft mit dem Unternehmen Silverstroke eingegangen. In 2010 stehen daher einige gemeinsame Projekte an.

Sie beraten Unternehmen unter anderem bei der Planung von Datenerfassungsprojekten. Welche Empfehlung geben Sie diesen Unternehmen, um AutoID/RFID erfolgreich einzusetzen?

Frank Wien: Um eine gute Funktionalität zu gewährleisten, muss auch die Hardware gewartet werden. Diesen Service sollen die Kunden auch nach der Implementierung in Anspruch nehmen. Es gilt, sowohl die Pilotphase zu unterstützen als auch den Rollout zu gewährleisten. Zudem muss der After-Sales-Bereich von der Hardware über die Verbrauchsmaterialien inklusive unterschiedlicher Service-Konzepte abgebildet werden. Entscheidend ist es, auch nach der Realisierung weiterhin im Auge zu behalten, ob die Ziele nachhaltig realisiert wurden.

Wie schätzen Sie aufgrund Ihrer Erfahrung aus bisherigen Projekten das Potenzial der RFID-Technologie ein?

Frank Wien: Das Wissen aus unserer Projekterfahrung mit der Rewe Group, welche wir aktuell mit Drucksystemen beliefern, wollen wir weiter geben, auch in andere Branchen, für die wir ein Einsatzpotenzial erkennen. Möglichkeiten, Prozesse mithilfe der Barcode- und RFID-Technologie zu optimieren, ergeben sich vor allem in den Bereichen, in denen geschlossene Kreisläufe vorhanden sind, so zum Beispiel für das Monitoring im Bereich Mobility. Lösungen für das mobile Datenerfassungssystem, ob mittels Barcode oder RFID, werden weiter forciert und ständig weiter Seit der Gründung im Jahr 1985 ist das Unternehmen Wien Computer Expert als Systemhaus für anwendungsbezogene EDV-Druckausgabe tätig. Jährliche Umsatzsteigerungen von 30 Prozent und 4 000 bundesweit installierte Drucksysteme im eigenen Service verzeichnet das Systemhaus heute. Zu den Kunden gehören entwickelt. Wir haben im Jahr 2009 in eine Infrastruktur investiert, um mithilfe eines Web-basierenden ERP-Systems und per E-Commerce die Geschäftsbeziehungen weiter zu verknüpfen.

Viele Unternehmen reagieren infolge der Wirtschaftskrise derzeit verhalten, was weitere Investitionen in neue Technologien betrifft. Wie sehen Ihre Prognosen für die Geschäftsentwicklung in diesem Jahr aus?

Frank Wien: Erkennbar ist, dass die Kunden nach der Wirtschaftskrise im vergangenen Jahr weiterhin den Fokus auf Kostenersparnisse legen. Unsere Produkte dienen dazu, Prozesse zu automatisieren, Kosten zu sparen und neue Investitionen zu tätigen. Denn um wettbewerbsfähig zu bleiben, ist die Automatisierung und Optimierung weiterer Prozesse notwendig. Die Unternehmen werden daher nicht darum herum kommen, Investitionen zu tätigen.

Frank Wien, Geschäftsführer Wien Computer Expert
"Um eine gute Funktionalität zu gewährleisten, muss auch die Hardware gewartet werden. Diesen Service sollen die Kunden auch nach der Implementierung in Anspruch nehmen."
Frank Wien, Geschäftsführer, WIEN Computer Expert GmbH
 

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