Aktive RFID-Transponder lokalisieren abgestellte Fahrzeuge im Projekt U-Park
Einen Ansatz dazu, wie das Parken der Zukunft aussehen wird, liefert das Projekt U-Park, welches als Prototyp im Rahmen des Anwendungsfachs Ubiquitous Computing an der Universität Ulm umgesetzt wurde. U-Park ist ein RFID-gestütztes System zur Abrechnung von Parkflächen am Straßenrand oder in Parkhäusern.
Die Idee: Abgestellte Fahrzeuge werden parkplatzgenau mitttels aktiver Transponder lokalisiert, der Fahrzeug-Client im Bordcomputer zeigt freie Parkplätze und Kosten an und navigiert den Fahrer gezielt zum freien Parkplatz. „Im Vordergrund stand die Umsetzung der Lokalisierung sowie die Benutzeridentifikation zur Abrechnung im Auto. Kommerzielle Systeme bieten keine Mehrbenutzerbezahlung oder Belegungserkennung von einzelnen Parklücken", erläutert Stefan Dietzel vom Institut für Medieninformatik, der am Projekt beteiligt war. Noch ist das System allerdings Zukunftsmusik. „Offiziell ist das auf ein Jahr angelegte Projekt abgeschlossen, aber die Machbarkeit wurde belegt. Für den realen Einsatz müsste für eine gezielte Navigation zu jedem Parkplatz der Hardwareaufwand reduziert und die Algorithmen für die Datenkommunikation verbessert werden."
Dennoch sieht der Forscher zukünftiges Potenzial für intelligente Systeme im Individualverkehr. Das Institut befasst sich aktuell in zwei Forschungsprojekten mit der intelligenten Fahrzeugkommunikation. Eines, das noch bis Ende des Jahres läuft, untersucht, wie der Datenschutz beim Datenaustausch zwischen Fahrzeugen gewährleistet werden kann. Wichtig ist dies etwa bei Pay-as-you-drive-Konzepten von Versicherungen. Ein anderes, das kürzlich beendet wurde, geht der Frage nach, wie Fahrzeug-Fahrzeug-Kommunikationen gegen Angriffe durch gefälschte Daten abgesichert werden können.
Bild: Patricia Hofmeester - Fotolia.com


Die RFID-Technologie ist ausgereift. Standards für die gängigen Systeme sind verfügbar. Und für alle Anwendungen unterschiedlichst...






