Armaturenhersteller Hansgrohe investiert kontinuierlich in Produktivitätssteigerung
Herstellungskosten durch Automatisierung senken und dafür in den Ausbau der Produktionsstandorte in Deutschland investieren. Diesen Weg geht das international agierende Unternehmen Hansgrohe aus dem Schwarzwald. Der Hersteller von Bad- und Küchenarmaturen, Wellness-Systemen und Wasserrecyclingtechnologien setzt seit gut einem Jahr ein RFID-gestütztes Kanban-System zur Steuerung von Transportboxen zwischen dem Produktionsstandort in Schiltach und dem Offenburger Logistikzentrum ein. Aktuell plant das Unternehmen, sämtliche Materialbewegungen mittels RFID zu verfolgen.
Seit einem Jahr ist das RFID-gestützte Kanban-System produktiv. Alle Transportboxen, die eine Kanban-Karte tragen, werden per RFID identifiziert, der Auftragsfortschritt in SAP gemeldet und bei der Einlagerung im Logistikzentrum verbucht. „Mit der Integration der RFID-Technologie in unser SAP-System bekommen nun Produktions- und Logistikplaner sämtliche Produktionsdaten in Echtzeit", so das Fazit von Frank Semling, bei Hansgrohe verantwortlich für die Bereiche Geschäftsprozesse/Informationstechnologie (IT), Customer Service International (CSI) und Kundenlogistik. Weitere Vorteile seien eine hohe Transparenz und das Entfallen manueller Buchungen. „Zudem konnten wir einen ROI kleiner drei Jahren ermitteln", betont der designierte stellvertretende Vorstand.
Rollout auf den gesamten Materialfluss
Aktuell wird das Vorhaben weiter ausgerollt. „Auf Basis der positiven Erfahrungen sehen wir das Potenzial, Produktion und Nachschubsteuerung weiter zu optimieren. Die Vision ist, zukünftig alle Materialfl ussbewegungen in der Produktion aller deutschen Werke über RFID abzubilden und Fortschrittsmeldungen automatisiert zu erfassen", erklärt Semling. Im nächsten Schritt ist ein Proof of Concept geplant.
Lesen Sie den kompletten Beitrag in der Reportage „Hidden Champions" in der Maiausgabe von „RFID im Blick".
Bild: Hansgrohe AG









