Bilderkennungstechnologie ersetzt RFID-Etikettiersystem
Das Unternehmen Emsland Frischgeflügel verarbeitet und verschickt frische Hähnchen. Da das manuelle Ablesen von Barcodes die Produktion und die Transportprozesse verlangsamt und die Kosten von Transportfehlern für verderbliche Produkte sehr hoch lagen, wurde erwogen ein RFID-gestütztes Etikettiersystem in den Palettierprozess zu integrieren.
Aufgrund der hohen Preise der Tags entschied sich das Unternehmen im Jahre 2008 für eine technologische Lösung des Unternehmens Zetes, welche auf einer Bilderkennungstechnologie basiert. Das modular aufgebaute System besteht aus industriellen hochauflösenden Kameras, die an einer Halterungsinfrastruktur befestigt und über Firewire-Verbindungen an eine PC-basierte Auswertungseinheit angeschlossen sind.
Beim Unternehmen Emsland Frischgeflügel wird auf jeden Karton mit Frischegeflügel ein Etikett von einem Intermec-Drucker gespendet. Rund 50 dieser Kartons werden aufgestapelt auf einer Palette zu der Bilderkennungsstation auf einen sich drehenden Untersatz gefahren. Dort wird die Palette nach der Identifizierung eingestretcht.
Erfassung aller Etiketten
Nachdem ein Mitarbeiter an der Auswerteeinheit auf einen Knopf drückt, startet der Reader seine Beleuchtungseinheiten und nimmt die Bilderfassung auf, indem er gleichzeitig alle Etiketten in einem einzelnen Durchgang scannt. Die erfassten Bilder werden analysiert, entschlüsselt und in XML-Datensätzen im Produktionssystem gespeichert. Diese entschlüsselten Daten geben die Anzahl der Gegenstände und deren exakte XY-Ortkoordinaten an. Das System schickt daraufhin ein Palettenetikett an den Drucker, welches der Mitarbeiter entnimmt und händisch auf die Palette appliziert. Ein zukünftiger Einsatz der RFID-Technologie sei zum derzeitigen Zeitpunkt nicht vorgesehen. Im Gespräch seien jedoch Container-Tags für den Transport von lebenden Hühnern.
Bild: soleg (Fotolia.com)









