Teppichverlag JAB Anstoetz verbessert Verladeprozesse mit RFID
Seit gut zwei Jahren nutzt JAB Anstoetz in seinem Lager in Herford ein RFID-System, welches den Verladeprozess von Teppichen unterstützt. Der Bielefelder Stoff verlag konnte damit die Prozessqualität erheblich verbessern. Weitere Optimierungspotenziale hat das Unternehmen, einer der weltweit größten Stoff verlage, bereits im Blick und investiert nachhaltig in Prozessinnovationen, wie Hermann-J. Grauthoff , EDV- und Organisationsleiter bei JAB Anstoetz gegenüber „RFID im Blick" berichtet.
Bis zu 400 Teppiche passieren pro Tag den Warenausgang im Lager in Herford. Das entspricht rund 70 000 Packstücken im Jahr, darunter auch ausgefallene Sonderanfertigungen, denen ganz individuelle Produktionszeiten vorausgehen. „Wir haben unser Ziel klar erreicht", so Grauthoff. „Mit der RFID-Technologie gewährleisten wir eine 1:1-Aufnahme der Ware, die auf den Lkw verladen wurde - und zwar vollautomatisch, ohne aufwändige Scanprozesse. Mit einer Fehlerquote gegen Null können wir die Daten präzise an den Spediteur melden und damit Differenzen der zwischen den für den Spediteur erzeugten Versandunterlagen und der tatsächlich verladenen Ware ausschließen."
Weitere Optimierungen im Blick
Das Fazit von Grauthoff: „Das System läuft sehr stabil. Wir setzen auf eine kleine, feine Lösung, die wir selbst gut handeln können." Die Software lieferte der Automatisierungsspezialist DTE Automation, die Anpassung an das SAP-System hat JAB Anstoetz selber vorgenommen. Und es gibt auch bereits weitere Einsatzgebiete, die sich der EDV-Leiter vorstellen könnte.
Kontinuierlich in Prozesse investieren
Den Motor für Prozessinnovation im Unternehmen sieht Grauthoff im Zusammenspiel von IT und Geschäftsleitung „Bei jedem Projekt ist die IT heute gefragt. Wir sehen uns als EDV und Organisation schon als Treiber, nicht nur als reiner Dienstleister innerhalb der Gruppe, welcher die Anforderungen aus den Fachbereichen umsetzt." Zum anderen sei es laut Grauthoff generelle Strategie des Hauses, nachhaltig und kontinuierlich in Prozessverbesserungen zu investieren. Die Zeit der wirtschaftliche Krise habe JAB Anstoetz zum Anlass genommen, intensiv die Prozesse auf Optimierung hin zu betrachten, um für die Zeit nach der Krise gut aufgestellt zu sein. Dafür sei das Unternehmen auch bereit, entsprechende Mittel zur Verfügung zu stellen. „Dies ist eine besondere Situation, die wahrscheinlich nicht in jeden Unternehmen gegeben ist", so der EDV- und Organisationsleiter abschließend.
Bild: JAB JOSEF ANSTOETZ KG









