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RFID à la Carte

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In der Ausstellung „Koscher und Co.“ im Jüdischen Museum in Berlin konnten die Besucher mithilfe von getaggten Plastiklöffeln Essensrezepte sammeln.Transparente Sonderausstellung im Jüdischen Museum Berlin

Im Rahmen der Ausstellung „Koscher und Co.", welche im Jüdischen Museum in Berlin vom Oktober 2009 bis Februar 2010 zu besichtigen war, konnten die Besucher mithilfe von getaggten Plastiklöffeln Essensrezepte sammeln und später von zu Hause aus im Internet abrufen. „Bei diesem Vorgang werden weder personenbezogenen Daten noch IP-Adressen gespeichert", versichert Projektleiterin Lena Bonsiepen gegenüber „RFID im Blick".

Die Installation erfolgte auf Basis des Kooperationsprojekts Poseidon (Positions- und kontextsensitive Informationssysteme für Museen zur Demonstration des Potenzials der RFID-Technik). Partner sind die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, die Humboldt Universität zu Berlin sowie die Unternehmen Acousticguide und Bitmanufaktur. Gefördert wird das Projekt mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Das dreijährige Projekt startete Anfang 2009.

Plastiklöffel speichert Kochrezept
Am Eingang der Ausstellung erhielt jeder Besucher einen Plastiklöffel mit einem passiven RFID-Tag des Unternehmens Smart-Tec. In zehn thematisch voneinader abgrenzten Räumen standen jeweils diverse Teller mit integrierter Leseeinheit von Metratec auf Vitrinen. Sobald der Besucher seinen Löffel auf den Teller legte, leuchtete dieser auf, ein Geräusch ertönte und ein jüdisches Kochrezept wurde auf die ID des Kochlöffels hinterlegt. Die Daten werden auf Basis der ID im Hintergrund auf einem Server gespeichert. Nach dem Rundgang durfte der Besucher den Löffel mit nach Hause nehmen und hatte über die ID die Möglichkeit sich über das Internet im Themenbereich „À la Carte" des Jüdischen Museums das Kochrezept abzurufen inklusive historischer Beschreibung und Zutatenliste.

Positive Besucherresonanz
„Die Besucherresonanz, insbesondere in der Online-Bewertung, war durchweg positiv. Das System erreichte die genau angemessene Form der Interaktion, indem es nicht die Ausstellung dominierte, sondern eher eine Ergänzung darstellte", erklärt Frau Bonsiepen. Im Rahmen des Projekts Poseidon arbeite man nun an Konzepten für weitere RFID-Testinstallationen.

Bild: Stiftung Jüdisches Museum Berlin

 

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