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Die Gesamtlösung im Vordergrund

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Am Hamburger Logistik Institut (HLI) wird unter anderem der Einsatz von AutoID-Technologien in der Supply-Chain erforscht.RFID-Labor erforscht ganzheitliche Prozesslösungen für die Hafenlandschaft

Am Hamburger Logistik Institut (HLI) wird unter anderem der Einsatz von AutoID-Technologien in der Supply-Chain erforscht. „Wir versuchen im Rahmen aller Akteure einer Supply-Chain im wie beispielsweise dem maritimen Verkehr die handelnden Personen sowie die betriebliche Praxis zusammenzuführen und die Technologien dann zu kompletten Lösungen zusammenzufügen", erläutert Detlef Aßmus, Mitglied der Geschäftsleitung am Hamburger Logistik Institut. Das Vorgehen sei neu, da das Erfassen von Containern in keine komplexeren Zusammenhänge in Verbindung mit übergreifenden Supply-Chain-Prozessen eingefügt wurde, sondern nur auf Basis bestimmter Prozessschritte und/oder Produkte erfolgte.

Die Möglichkeiten, Prozesse der Logistik zu verbessern, beginnen laut des Leiters HLI bereits beim Versender. „Betrachten wir den Export aus Deutschland heraus, kann bereits die Kennzeichnung einzelner Packstücke Verbesserungen bei der Konsolidierung und schließlich bei der Beladung eines Vollcontainers erbringen." Optimierungspotenzial könne auch an der Container Freight Station erfolgen, an welcher Waren im Sammelcontainer verladen werden. Im Mittelpunkt stehe die informationstechnische Zusammenführung der Erfassungskette entlang der Supply-Chain: „Weg von den Einzellösungen, die nur einen Teilprozess abdecken, und hin zu einer einheitlichen Gesamtlösung."

Erfassung von Zuständen
Nicht mehr zeitgemäß sei die häufig noch manuell erfolgende Ablesung der Containernummer an Umschlagterminals in den Seehäfen und im Hinterland, sagte. Aßmus: „Das entspricht nicht dem Stand der Technik. GPS wird für Tracking Informationen oder das Abstellen von Containern auf Terminals eingesetzt - aber die Technologien müssen zusammengebunden werden. Wir reden hier über internationale Supply-Chains und Internationalisierung heißt auch Standardisierung." Um solche Anforderungen zu erfüllen, werden die Tags laut Aßmus noch viel funktionsreicher. „Wir reden ja hier nicht nur über das Thema der klassischen Diebstahlsicherung, was heute durch die Containertürensiegel abgedeckt wird, sondern zusätzlich die Erfassung von Zuständen innerhalb des Containers. Sicherheit im Containerverkehr ist über RFID mit angehängter Sensorik möglich, um Veränderungen im Container überprüfen zu können."

Mehr als Transportinformationen
Mit RFID und Sensorik könne man verschiedene Sachverhalte überprüfen und so verschiedene wichtige, sicherheitsrelevante Informationen über den Container erhalten. „Die Tatsache, dass jemand unbefugt in den Container eingedrungen ist, lässt sich beispielsweise über eine Kombination verschiedener Parameter überprüfen, dass sind beispielsweise Lichteinfall, plötzlicher Luftdruck- oder Temperaturabfall," Ob die Kontamination der Luft im Container mit unerwünschten Stoffen sich innerhalb der Grenzvorgaben bewegt, sei ebenfalls ein bedeutender Faktor, der gemessen werden könne.

Ausführliche Tests am HLI
Alexander Tesch, Projektleiter RFID Labor am HLI, beschreibt die am Institut durchgeführten Praxistests genauer: „Derzeit testen wir die Anwendbarkeit der Technologie in logistischen Prozessen mit Hardwarekomponenten verschiedener Hersteller. Hierbei geht es zunächst um den Einsatz als reine Identifikationstechnologie von Produkt- bis Ladungsträgerebene. Darüber hinaus planen wir auch Tests bezüglich der Überprüfung der Ladung mithilfe von Sensoren. Dort wird grundsätzlich vorab beschrieben, welche Anforderungen wir haben - auf der Seite der Qualität und Sicherheit einerseits, auf der Seite der Anwender, die die Technologie nutzen, andererseits. Zusätzlich untersuchen wir die Kombinierbarkeit der RFID-Technologie mit anderen Techniken. Dies zusammen schauen wir uns entweder bei uns im Labor an und suchen nach Lösungen oder entwickeln eine Lösung beim Partner vor Ort und möglicherweise auch direkt im Hafen, um die Technologie im gesamtheitlichen Konzept zu integrieren." Bei der Ermittlung von Zuständen innerhalb des Containers und der Qualität des Containers selbst gehe es zudem darum, dass die Informationen über die gesamte logistische Kette hinweg zur Verfügung gestellt werden muss.

Lesen Sie den vollständigen Beitrag in der Juniausgabe von „RFID im Blick".

Bild: Hamburger Logistik Institut GmbH

 

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