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Modulare Inmould-Transponder

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Röntgenaufnahme eines mit Zinn-Wismut gelöteten RFID-Chips auf einem Polyimid-ModulstreifenForschungsprojekt untersucht Integration von RFID-Tags in Kunststoff-Spritzguss

Seit Jahresbeginn ist das Verbund-Forschungsprojekt „Entwicklung von modularen In-Mould-Transpondern (MIT)" gestartet. Ziel ist es, RFID-Transponder in Kunststoff-Spritzgussteile einzuschließen. Durch die untrennbare Integration der Identifikations-Chips und deren Antennen in Mehrweg-Kunststoffkisten soll RFID-basierte Logistik in Poolsystemen zuverlässiger als mit aufgeklebten Smart-Labels umgesetzt werden können. „Die Entwicklung würde sich insbesondere für die Frischwarenlogistik oder Fleischtransporte eignen, da die dort verwendeten Ladungsträger strengen Reinigungsprozessen unterzogen und normale Tags beschädigt werden könnten", erklärt Norman Marenco, Projektleiter am Fraunhofer-Institut für Siliziumtechnologie ISIT.

Kompletter Einschluss des Transponders
Die Aufgabenstellung des Projekts sieht vor, die Transponder komplett einzugießen. Auf ein Inmould-Label wird im ersten Schritt ein Barcode aufgedruckt. Anschließend soll eine Antenne auf das Label sowie ein Modul mit Chip zur Ankopplung aufgebracht werden. Dieses Vorhaben sei zurzeit der Schwerpunkt der Forschung am Fraunhofer ISIT. Drei Konzepte seien in der Erprobung: Siebdruck mit Silberpaste, Drahtverlegetechnik und Stanztechnik. Im Anschluss müsse eine Überprüfung erfolgen, ob die kompletten Chips induktiv oder kapazitiv koppelnd aufgebracht werden können. „Dazu haben unsere Partner gemeinsam ein Spritzgusswerkzeug erstellt, mit dem wir die Proben prüfen können. Unsere Hauptaufgabe im Projekt liegt in der Analytik, beispielsweise untersuchen wir per Ultraschallmikroskopie, wie Transponder und Label positioniert und zueinander justiert sind", erläutert Marenco. Bis Ende Oktober 2011 sollen die kompletten Ergebnisse vorliegen.

Das Verbundprojekt wird in Zusammenarbeit mit den industriellen Partnern PAV Card, Melzer Maschinenbau, Design- und Siebdruck Freudenberg und ID-Systec durchgeführt. Als Forschungspartner unterstützen das Institut für Polymertechnologie e.V. sowie das Fraunhofer-Institut für Siliziumtechnologie ISIT den Verbund. Das Projekt wird im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms für den Mittelstand (ZIM) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert.

Bild: Fraunhofer-Institut für Siliziumtechnologie ISIT

 

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