Modifizierte Handhelds für das Container-Handling
Das Projekt CHINOS hatte sich zur Aufgabe gesetzt die logistischen Prozesse von Containertransporten in der Hafenlandschaft mithilfe von Auto-ID-Technologien zu optimieren. Praxistests wurden in verschiedenen europäischen Terminals (NTB Bremerhaven, Warschau, Graz, Thessaloniki) durchgeführt. Projektpartner und Technologieanbieter Tricon Consulting lieferte für die Erprobung modifizierte Handhelds um drei wichtige Anforderungen gleichzeitig abzudecken. „Die Handhelds sollten im ersten Schritt die getaggten Container identifizieren, die elektronischen Siegel auslesen sowie eine Schadensdokumentation mittels integrierter Kamera liefern können", erklärt Andreas Bangerl, Leiter Engineering bei Tricon Consulting, gegenüber „RFID im Blick".
Laut Bangerl existierte zum damaligen Zeitpunkt kein mobiles Handheld, welches den hohen Anforderungen des Projekts entsprach. Daher mussten bestehende Geräte nachgerüstet und modifiziert werden. „Wir entschieden uns für das TDS Nomad von Tripod Data Systems, welches über das Unternehmen Latschbacher vertrieben wurde. In das Gerät bauten wir unser selbstentwickeltes UHF- Schreib-/Lesemodul ein. Um die E-Seals auslesen zu können, wurde zusätzlich ein E-Seal-Reader des Unternehmens Savi von außen am Handheld befestigt. Die Elektronik ist zudem so verschaltet worden, dass zwischen beiden Schreib-/Lesegeräten eine Umschaltung erfolgen konnte. Für die Schadensdokumentation ist bereits eine Kamera im Gerät integriert gewesen", berichtet Bangerl. Die Geräte wiesen eine Schutzklasse von IP67 auf und waren zudem stoßfest. Weitere Tests auf Salzbelastung oder Resistenz gegen Öle würden noch ausstehen. Diese Zusätze sieht Bangerl aber erst verwirklicht, sobald standardisierte Produktentwicklungen für die Hafenlandschaft verabschiedet werden können.
Lesen Sie den vollständigen Beitrag in der Reportage „Hafenlogistik" der Juniausgabe von „RFID im Blick".
Foto: B&M TRICON









