Nachverfolgung von wiederverwendbaren Ladungsträgern mittels RFID
Mit dem Projekt smaRTI (‚smart reuseable transport items') hat das Fraunhofer IML zusammen mit 124 Partnerunternehmen jüngst die 2. Runde des Spitzencluster-Wettbewerbs des BMBF als Sieger verlassen. Das Projekt ist ein Verbundvorhaben zur Entwicklung von intelligenten, wiederverwendbaren Ladungsträgern, wie Behältern, Paletten und Containern. Nach dem Entwicklungsansatz des Internets der Dinge suchen sich die Objekte in diesem Projekt selbst den Weg durch das logistische Netzwerk. Mithilfe von energieautarken RFID-Transpondern gelangen die Behälter ohne zentrale Steuerung an ihren Bestimmungsort. „Wir haben festgestellt, dass ein Großteil der Projekte, die auch später in die Umsetzung gelangen, auf Ladungsträgerebene basieren statt auf Item-Level. Somit hat sich das Vorhaben smaRTI gefestigt und es ist uns zudem gelungen Partner aus verschiedenen Logistikbranchen zu vereinen", erläutert Projektleiter Niko Hossain gegenüber „RFID im Blick".
„Unser Ziel war dabei, die gesamte Supply-Chain abzubilden, das heißt vom Anliefern der Paletten durch den Pooldienstleister Chep über das Verladen der Getränke beim Hersteller Coca-Cola bis zur Auslieferung in die Rewe-Läden und zurück soll RFID-Technik eingesetzt werden", fasst Niko Hossain vom IML die umfangreiche Aufgabenstellung zusammen. Die Untersuchungen wurden Mitte des Jahres 2009 erfolgreich abgeschlossen. Die Lesbarkeit von insgesamt 1 000 Paletten konnte dabei laut Hossain zu 100 Prozent erreicht werden.
Durch die Teilnahme von weiteren großen Logistiktreibern -Deutsche Post, und Lufthansa Cargo - konnte das Projekt vom Handelsbereich auch auf weitere wichtige Segmente ausgeweitet werden. Im Vordergrund stehe ein multimodales Gesamtkonzept, welches den Transport mit Flugzeug, Lkw, Bahn und Schiff integriert. „Wir decken in unserem Projekt das komplette Angebot an Ladungsträgertypen ab - von einer Europalette, Briefbehälterwägen über Pooling-Platten bis hin zur Luftfrachtpalette. Dort setzen wir verschiedenste Technologien ein - vom Barcode bis zur Telematiklösung soll ein einheitliches Datenformat erreicht werden", erklärt Hossain zuversichtlich.
Ein weiterer wichtiger Punkt sei die Harmonisierung der Daten. Für dieses Vorhaben arbeitet das IML zusammen mit GS1 Germany im Arbeitskreis „Intelligenter Ladungsträger" an Standardisierungen für die Weiterverarbeitung der Daten, um beispielsweise eine Portal-Kommunikation zwischen den einzelnen Unternehmen in einer Kette zu erreichen.
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