Home Aviation Bistabile Displays im Verbund mit RFID-Tags sorgen für schnelle Übersicht in der Luftfahrt

Bistabile Displays im Verbund mit RFID-Tags sorgen für schnelle Übersicht in der Luftfahrt

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RFID-Demonstrator für das iC-RFID-Projekt - rechts oben ist der Reader-Kopf zu sehen, der den Tag (hinter dem Display) beschreibt, anschließend werden die Daten auf dem Display dargestellt.Intelligente Anzeigeelemente für die Luftfahrt

Die Fraunhofer-Einrichtung für Polymermaterialien und Composite PYCO hat sich seit einigen Jahren auf die Entwicklung und Verbesserung von bistabilen Displays spezialisiert, wobei Ausführungen basierend auf Flüssigkristallen im Fokus stehen. Die Anzeige von Informationen mittels bistabiler Displays erfolgt ohne Energiezufuhr. Energie wird erst benötigt, sobald der Anzeigeninhalt aktualisiert werden muss. Ein Beispiel für den Einsatz bistabiler Displays stellen die heute erhältlichen E-Reader dar. „Da wir hauptsächlich Materialentwicklungen für den Leichtbau erforschen, ist die Luftfahrtindustrie ein wichtiger Partner für unser Institut. Im Rahmen von zwei Projekten streben wir die Kopplung von bistabilen Displays mit passiven RFID-Transpondern an“, weiß Projektleiter Dr. Lutz Hartmann zu berichten.

Getaggte Trolleys

Im Rahmen des Projekts „iC-RFID“, welches die Entwicklung einer intelligenten Supply-Chain im Bereich des Caterings von Flugzeugen verfolgt, sind die mit Menüs beladenen Trolleys mit entsprechenden bistabilen Displays des Fraunhofer PYCO ausgerüstet. Die passiven HF-Tags der Trolleys speichern unter anderem Angaben wie die Flugnummer, die Stauposition des Trolleys und den eigenen Inhalt. Die Informationen werden über eine Drahtschnittstelle an das Display weitergegeben und sind somit für das Personal des Caterers sofort einsehbar. „Die Kopplung des Tags mit einem bistabilen Flüssigkristall-Display funktioniert nur über spezielle Transponder, die über eine Drahtschnittstelle verfügen. Diese Kopplung wurde eigens am Fraunhofer PYCO entwickelt“, erklärt Dr. Hartmann. Am 30. Juni 2010 endet das Projekt mit einer Abschlusspräsentation.

Die intelligente Kabine

Seit Anfang 2009 läuft das Verbundvorhaben „Simplifizierte Kabine (SIMKAB)“, welches auf die zukünftigen Herausforderungen eines stark wachsenden Passagier- und Frachtverkehrs in der Luftfahrt reagieren soll. Der Bereich Kabine bietet eine sehr große Variantenvielfalt mit besonders umfangreichen Möglichkeiten der Anpassung an Kundenwünsche. Um die zukünftige Nachfrage nach Lufttransportleistung unter ökonomischen und ökologischen Ansprüchen bedienen zu können, sollen Technologien für eine einfache und flexible Standardkabine, die einen geringen Anpassungsaufwand an Kundenwünsche bietet, entwickelt werden. In Weiterentwicklung des Vorgängerprojekts „iC-RFID“ ist im SIMKAB-Projekt die Verbindung passiver UHF-Tags mit bistabilen Displays vorgesehen.

 

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