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Sichere Erkennung von Slaveboards

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Jede Obst-Palette wird mittels eines Transponders entlang der Transportstrecke eindeutig identifiziert.RFID steuert Palettenlogistik beim Obst-Exporteur

Das Unternehmen H.M. de Jong, Exporteur für frisches Obst, hat in Ridderkerk, Niederlande, ein neues Hochregallager errichtet, das speziell zur Kommissionierung von Obst entwickelt worden ist und sich im Gegensatz zu üblichen Kühllagerhäusern durch seine geringen Energiekosten auszeichnet. In der Anlage können bis zu 12 400 Paletten zwischengelagert werden. Für das neue Versandzentrum waren technische Einrichtungen wie Rollen- oder Gurtförderer, um das geerntete Frischobst zu transportieren und zu sortieren, sowie Arbeitsplätze zur Obstpflege erforderlich. Ein weiterer wichtiger Baustein für einen effizienten Warenfluss war die Auswahl der richtigen Identifikationstechnologie. Um eine zuverlässige Identifikation des Obstes oder des Obstträgers zu ermöglichen sowie die Steuerung fehlerfreie Daten an das übergeordnete Lagerverwaltungssystem zu gewährleisten, setzt das Unternehmen auf ein RFID-gestütztes Sytem des Systemintegrators Egemin sowie von Leuze electronic.

Bei Frischobst können Verschmutzung oder Feuchtigkeit den Codeträger schnell so schwer beschädigen, dass eine fehlerfreie Identifikation nicht mehr gewährleistet wird. Daher schied der Einsatz von Barcode-Etiketten von Vornherein aus. In der Anlage bei de Jong wird Obst in Kunststoff-Behältern und Kartons auf Paletten transportiert, kommissioniert und gelagert. Für einen reibungslosen Ablauf muss jeder Schritt verfolgbar und möglichst zu jeder Zeit der Status der einzelnen Palette verfügbar sein. Von den Betreibern der Obstplantagen werden oft Paletten in sehr unterschiedlichem Zustand angeliefert. Deshalb erfolgt ein Aufsetzen der Paletten auf sogenannte „Slaveboards" (Systempaletten). Jedes dieser Slaveboards trägt einen Transponder mit eindeutiger Nummer und wird durch die Lesegeräte entlang der Strecke identifiziert. Um eine sichere Erkennung zur gewährleisten - unabhängig ob längs, quer oder diagonal gefördert wird - wurde der Transponder in der geometrischen Mitte des Slaveboards angebracht. Schon beim Aufsetzen der Ware auf die Systempalette wird die Zuordnung eindeutig und rückverfolgbar. Durch die Lesestationen entlang der Förderstrecken werden die Information verifiziert und stehen jederzeit zur Verfügung.

Die Lesegeräte sind passgenau zwischen den Rollen der Fördertechnik angebracht und lesen die gewünschten Transponderdaten, beispielsweise die Palettennummer von unten im Vorbeifahren. Der geschützte Montageort von Transponder und Lesegeräten zusammen mit der geringen Entfernung garantieren eine sehr hohe Funktionssicherheit. Die parametrierbare Funktion des Schreib-/Lesegerätes und die blockweise Organisation des Transponderspeichers können Informationen aus dem Transponder lesen oder auf ihn schreiben. Der Weg der Palette kann sicher erfasst und gesteuert werden, unabhängig davon ob die Palette mit neuer Beladung eingelagert wird, oder ob das Obst zur Kommissionierung transportiert wird. Es wird neben der Rückverfolgbarkeit auch eine sehr hohe Anlagenverfügbarkeit erreicht, bei der flexibel auf viele Einflüsse reagiert werden kann. Die Positionen jeder einzelnen Paletten ist immer abrufbar und nachvollziehbar. Somit ist eine schnelle und reibungslose Auftragsabwicklung, auch bei unterschiedlichem Warenaufkommen oder bei Anlagenstörungen, sichergestellt.

Bild: Leuze electronic GmbH + Co. KG

 

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