Hochtemperaturtaugliche RFID-Sensorik in der Stahlindustrie
Während der Roheisenherstellung und bei der Stahlveredelung ensteht neben dem Flüssigstahl auch Schlacke, die, wenn sie nicht auf Deponien gebracht, als Sekundärrohstoff überwiegend im Bauwesen als Zement-Zusatzstoff oder zur Straßenbelagsherstellung verwendet wird. Für die Schlackenverarbeitung ist die jeweilige Chargenqualität ausschlaggebend. In einem Projekt mit MultiServ Inc. und Hescon bv werden RFID-Sensoren auf Oberflächenwellenbasis (engl. Surface Acoustic Wafe - SAW) von CTR in der Transportlogistik von Schlackenkübel eingesetzt.
Die Überwachung per Funk sorgt für eine automatisierte Dokumentation im Qualitätsmanagement: Die Schlackenkübel werden direkt nach dem Abstich identifiziert und von Kränen auf Transportwaggons gehoben. Durch die eindeutige Identifizierung kann man die Charge je nach Qualität unterschiedlicher Weiterverarbeitung zuordnen, und umgekehrt auch feststellen, welcher Stahl welche Schlacke produziert hat. Neben den hohen Einsatztemperaturen sind hier auch Reichweiten von vier Metern gefragt. Beim Transport spritzen nicht nur Funken, auch die Schlackenkübel selbst können beim Ausleeren aneinanderstoßen. Damit der SAW-Sensor auch diese starken Belastungen aushält, wurde dieser in fünf Millimeter dickes Blech eingehaust.
Bild: Oleg Fedorenko









