Projekt zur RFID-Kennzeichnung klinischer Instrumente gestartet
Bei Kosten von 100 bis mehreren tausend Euro für ein Instrumentiertbesteck kann der gesamte Warenwert innerhalb eines mittelgroßen Krankenhauses 1,5 bis 2,5 Millionen Euro betragen. Schwund von klinischen Instrumenten kann daher unter Umständen teuer werden. Dass Instrumente in Krankenhäusern verloren gehen, ist im Klinikalltag kein unbekanntes Problem, wie Timo Sonntag von KTS konstatiert. Um Transparenz in der Instrumentenlogistik zu schaffen, hat das Unternehmen KTS ein Projekt zur RFID-Kennzeichnung klinischer Instrumente gestartet, das in einem Krankenhaus mittlerer Größe in der Nähe vom Bodensee durchgeführt wird. Das Projekt wird insgesamt mit zwei weiteren Partnerfirmen durchgeführt.
Hohe Sicherheitsanforderungen
„Die Anforderungen an Transparenz sind in der Krankenhauslogistik nicht anders als in der Industrie", sagt Sonntag. „Es ist wichtig zu wissen, wie viele Einzelinstrumente im Umlauf sind. Das geht beim kleinen Skalpell los, bis hin zu den schweren Geräten, die man zum Beispiel für eine Hüftoperation braucht." Mit anderen Markierungstechnologien als RFID ist eine Einzelobjektkennzeichnung kaum möglich, weil an die Instrumente hinsichtlich Sicherheit und Widerstandsfähigkeit erhebliche Anforderungen gestellt werden."
Reader am Besteckkorb
Sonntag beschreibt den Vorgang wie folgt: „Operationsbestecke werden im kontaminierten Zustand in Körbe gelegt und zur Sterilisations-Abteilung transportiert. Von dort passieren sie als erste Station eine Schleuse, durch die sie in einen Dampf-Sterilisator gelangen." Nach Abschluss der Sterilisation werden die Instrumente wieder für die einzelnen Operationen vorbereitet. Das Personal befüllt Boxen mit den entsprechenden Instrumenten für die OPs. „In der Teststellung, die wir aktuell durchführen, werden in die Instrumente Transponder mit einem Plug eingebracht. Dann können über eine Antenne mit unserem HF-Reader Instrumente erkannt werden, und die Informationen gelangen so in die zentrale Krankenhauslogistik-Software."
Lesen Sie mehr in der Juliausgabe von „RFID im Blick".
Bild: TKM Telekommunikation und Elektronik GmbH









