Umschlagsoptimierung an der Wesermündung
Bremerhaven avancierte innerhalb weniger Jahre zu einem der bedeutendsten Seehäfen Europas. Maßgeblichen Anteil daran hat die North Sea Terminal Bremerhaven GmbH & Co. (NTB) mit einem jährlichen Umschlagsvolumen von rund 2,5 Millionen Standardcontainern. Ihre überdurchschnittliche Produktivität erreicht die NTB unter anderem durch flexible Echtzeitsteuerung logistischer Prozesse mit einer Datenfunklösung von Psion Teklogix: Via Schmalband-Backbone stehen die zentralen IT-Systeme in permanentem Kontakt mit mobilen Handheld-Computern im Yard und mit Fahrzeug-Computern auf den Transport- und Verladeeinrichtungen am Kai. Stockungen im Ablauf kann und will sich NTB nicht leisten. Deshalb ist das Funknetz von Psion Teklogix hochverfügbar ausgelegt. Die mobilen Endgeräte dieses Herstellers trotzen Wind und Wetter und funktionieren zuverlässig auch im rauen Umfeld eines Nordseehafens.
An der Stromkaje in Bremerhaven ragen gigantische Containerbrücken über hundert Meter in den Himmel. Die Stahlkolosse haben mehr als 60 Meter lange Arme. Sie hieven tonnenschwere Boxen über 40 Meter hoch, um sie punktgenau auf dem Schiffsdeck zu platzieren. Bremerhaven kann damit selbst die größten Frachtschiffe der Welt hocheffizient löschen und beladen - zum Beispiel die wuchtige „Emma Mearsk", die mit 400 Metern Rumpflänge weit mehr als 10 000 Standardcontainer fasst.
15 der Containerbrücken betreibt die North Sea Terminal Bremerhaven GmbH & Co. (NTB) im Überseebereich des Hafens. Drei weitere Brücken sind bereits geordert, denn der weltweite Gütertransport per Schiff ist ein boomendes Wachstumsgeschäft. Das Umschlagsvolumen von NTB wird im laufenden Jahr wiederum kräftig steigen. Mit rund 2,5 Millionen Containern Jahresleistung - das sind 50 000 jede Woche - wickelt der 1998 gegründete Terminal Operator mehr als die Hälfte des gesamten Bremerhavener Containerumschlags ab.
Der imposante Anblick der Verladetechnik an der Stromkaje ist nur der sichtbare Teil eines komplexen Ablaufgefüges, das hauptsächlich von den Softwaresystemen Navis Express und SPARCS gesteuert wird. Noch bevor ein Container bei NTB eintrifft, legt die Software den optimalen Stellplatz fest, sowohl für die Zwischenlagerung im Yard als auch oft schon die endgültige Position auf dem Schiff. Zwischen Ankunft und Verladen ist in den meisten Fällen keinerlei unproduktive Containerbewegung mehr nötig.
„Voraussetzung für unsere zeit- und wegeoptimierte Umschlagssteuerung ist eine absolut zuverlässige Funkanbindung aller logistischen Knotenpunkten des Hafenterminals an die zentrale Navis-Software", erläutert Frank Martin, Datenfunkverantwortlicher in der EDV-Abteilung von NTB. Das drahtlose Netzwerk von NTB versorgt das 900 000 Quadratmeter große Yard-Gelände ebenso wie den 1,5 Kilometer langen Kai mit seinem Hafenkran und den Containerbrücken. Das Funk-Backbone ist vollständig redundant, also doppelt ausgelegt. Es besteht aus zwei Controllern 9400 und sechs Funk-Gateways 9150 von Psion Teklogix. Die Controller sind zu einem ausfallsicheren Cluster miteinander verschaltet. Aus Sicht der Gateways handelt es sich sozusagen um nur ein Gerät, das durch internes Failover auch dann noch unterbrechungsfrei funktioniert, wenn einer der beiden Controller ausfallen sollte.
Lesen Sie den kompletten Beitrag in der Juliausgabe von „RFID im Blick".
Bild: PSION Teklogix GmbH








