Paul & Co und Felix Schoeller informieren über Einsatz von RFID-Hülsen in der Logistik
„Der Einsatz von Wickelkernen mit RFID-Technologie in Papierfabriken könnte zu einer nahezu absoluten Fehlerfreiheit bei Kennzeichnung und Identifikation von Fertigrollen führen - einer wesentlichen Voraussetzung für Just-in-time-Produktion", fasst Volker Schölzke, Application Engineering Wrapping and Conveying von Voith Paper Automation, seinen Vortrag auf dem Symposium rfid@work zusammen. Trotzdem sei der Einsatz von RFID in Papierfabriken eher selten - weil die Leistungsfähigkeit dieser Technologie noch nicht erkannt wird, vermutet Schölzke.
Aufklärung zum Potenzial von RFID ist also gefragt. Einen Beitrag dazu lieferte das gemeinsam von Paul & Co, Spezialist für Hartpapierhülsen, und Felix Schoeller Supply Chain Technologies, Experte für RFID-basierte Logistiklösungen, veranstaltete Symposium am 9. Juni bei Felix Schoeller in Osnabrück. Bei der Entwicklung von RFID-Hülsen bringen beide Gastgeber eine besondere Expertise ein: Paul & Co vor allem seinen Know-how-Vorsprung als technischer Marktführer bei der Entwicklung hochwertiger Wickelkerne, Felix Schoeller Supply Chain Technologies seine jahrzehntelange Erfahrung mit der RFID-Technologie.
Auf der Veranstaltung erläuterten Vertreter aus Industrie und Wissenschaft anhand zahlreicher Beispiele, welchen Nutzen vor allem Papier- und Folienhersteller aus dem Einsatz von Hartpapierhülsen mit RFID-Tags ziehen können. Dieses konnten die Teilnehmer in einem ausführlichen Rundgang im Echtbetrieb erleben. Die Felix Schoeller Gruppe setzt diese Technologie schon seit Jahren im produktiven Betrieb ein.
Christoph Schmitt, Leiter Forschung und Entwicklung von Paul & Co informierte die Gäste über die technische Basis dieser Effizienzgewinne. „Die Integration des RFID-Chips in die Wandung des Wickelkerns schützt ihn vor mechanischen Beschädigungen und Verlust", so Schmitt. „Sämtliche Logistikprozesse sind dadurch weniger fehleranfällig, da das Wickelgut an jeder Stelle des Verarbeitungs-, Lager- und Transportprozesses eindeutig auf Distanz identifiziert werden kann. Das vermeidet kostspielige Betriebsstörungen."
Horst Rademacher, Geschäftsführer von Felix Schoeller Supply Chain Technologies, berichtete von konkreten Beiträgen zur Wertschöpfung durch den Einsatz von RFID bei Mehrwegladungsträger und zeigte auf, dass die Kombination von Hülsen- und Ladungsträgermanagement mit RFID einen Mehrwert für alle Beteiligten bringen kann. „Unser Abnehmer und sein Kunde konnten die Reparaturquote von Ladungsträgern von 12 auf 2 Prozent senken, Automatisierungs- und Standardisierungsprozesse befördern und insgesamt die Fehlerquote erheblich senken."
Christian Meiß, Leiter des openID-centers des Fraunhofer Instituts für Materialfluss und Logistik IML, betonte das große Marktpotenzial der Zukunftstechnologie RFID und konnte ebenfalls konkrete Einsparungen bei namhaften Anwendern wie Karstadt und Dr. Oetker beziffern: auf null reduzierter Schwund bei Ladungsträgern, Einsparungen von bis zu 40 000 Euro und Zeitgewinn von 85 Prozent bei der Inventur.
„Unser Symposium hat deutlich gemacht, dass RFID-Hülsen in der Papier und Folienherstellung, aber auch in anderen industriellen Bereichen die Zukunft gehört", ziehen Manfred Kunert, Geschäftsführender Gesellschafter von Paul & Co, und Frank Meyer-Niehoff, Geschäftsführer Felix Schoeller Supply Chain Technologies gemeinsam Fazit. „Der Mehrwert, der durch den Einsatz dieser Technologie entsteht, ist einfach zu groß, um ihn zu ignorieren", sind sich beide einig.
Bild: Felix Schoeller Supply Chain Technologies GmbH & Co. KG










