SmartMX-Sicherheitschip ermöglicht sichere Online-Transaktionen und flexibles Reisen in Europa
Die deutsche Bundesregierung hat NXP als einen Lieferanten einer speziellen Inlay-Lösung ausgewählt, die den SmartMX-RFID-Chip in ein ultraflaches Modul integriert. Die neuen deutschen Personalausweise werden in Chipkarten-Form ab November 2010 ausgegeben und werden die bisherigen papierbasierten Ausweise ersetzen. In den kommenden zehn Jahren werden voraussichtlich mehr als 60 Millionen neue Personalausweise in Umlauf gebracht werden. NXP Semiconductors gibt heute bekannt, dass sein sicherer kontaktloser Mikrocontroller-Chip des Typs SmartMX in dem neuen, kontaktlos lesbaren deutschen Personalausweis zum Einsatz kommt.
Ausgestattet mit einem neuen Kommunikationsprotokoll, wird der kontaktlose Personalausweis auch sichere E-Government- und E-Commerce-Dienste ermöglichen und dabei gleichzeitig Schutz vor Identitätsdiebstahl und Nachverfolgung bieten. Nach entsprechender Autorisierung durch den Bürger wird nur vertrauenswürdigen Dienstanbietern der Zugriff auf die Ausweisdaten freigegeben. Dies schützt einerseits die Privatsphäre des Anwenders und ist andererseits für Service Provider ein Garant für die Authentizität der Daten. Mehr als 150 Unternehmen bereiten sich auf die Einführung des neuen Personalausweises vor und nehmen an Feldversuchen für verschiedenste Dienste teil. Dazu zählt das Online-Banking ebenso wie zum Beispiel die Registrierung für einen Online-Shop, das Einchecken für Flugreisen, Online-Steuererklärungen und die Kfz-Anmeldung. Der neue deutsche Personalausweis kann überdies anstelle eines Reisepasses als Reisedokument verwendet werden - nicht nur innerhalb der EU, sondern auch in Ländern wie Tunesien, Marokko oder Ägypten.
Elektronische Pässe wurden bereits in 88 Ländern erfolgreich eingeführt. Elektronische Personalausweise sind nun die nächste große Anwendung im öffentlichen Bereich.
Cornelia Rogall-Grothe, Staatssekretärin im Bundesministerium des Innern (BMI), erklärt: „Der neue deutsche Personalausweis setzt in Bezug auf die Dokumentensicherheit, den Schutz der Privatsphäre und den Nutzerkomfort neue Maßstäbe. Mit seinem bürgerorientierten Konzept ist er ein Vorbild auch für andere Länder."
Ruediger Stroh, Vorsitzender der Geschäftsführung von NXP in Deutschland und Leiter des weltweiten Geschäftsbereich Identification, fügt hinzu: „Dass NXP vom Innenministerium der Bundesrepublik Deutschland als Lieferant für die Sicherheits-Chips des neuen elektronischen Personalausweises ausgewählt wurde, ist für uns ein ganz wichtiger Erfolg und eine enorme Anerkennung der Sicherheit und Leistungsfähigkeit unserer SmartMX-Lösung. NXP spielt seit der Einführung elektronischer Identifikationsdokumente eine wichtige Rolle im Markt, wenn es um Lösungen zur Steigerung der nationalen Sicherheit und des Schutzes der Privatsphäre geht."
Die SmartMX-Chip-Plattform von NXP umfasst eine Reihe spezieller Sicherheitsmerkmale zum Schutz vor Reverse Engineering und vor Angriffsszenarien mit Licht und Laser sowie eine spezielle Hardware-Firewall, um besondere Speicherbereiche des Chips zu schützen. Der kontaktlose Sicherheitschip überträgt verschlüsselte Daten über die Technik der „Near Field Communication" (NFC).
Die Sicherheitschips werden in Hamburg entwickelt und auch hierzulande produziert.
Bild: Bundesministerium des Inneren









