EECC veröffentlicht umfangreiche Transponder-Testergebnisse
Das European EPC Competence Center (EECC) hat in seiner neuen Studie „UHF Tag Performance Survey 2010" (UTPS) die Leistungsfähigkeit der aktuellsten Transpondergeneration ermittelt. Der Report richtet sich an Unternehmen, welche die RFID-Technologie einsetzen und gibt darüber Auskunft, welcher Tag für welche Applikation geeignet ist. Die wichtigsten Bereiche gemessen an den verkauften Stückzahlen stellen laut dem EECC Anwendungen auf Büchern oder in Textilien dar. Gerade in diesen Bereichen liege aber bei Pulkmessungen das Problem vor, dass sich die Transponder gegenseitig negativ beeinflussen. In der Ausgabe sei es erstmalig gelungen, eine Einschätzung je Tagtyp zu gewinnen, indem insbesondere geprüft wurde, wie der Transponder bei Pulkmessungen reagiert.
Als Konsequenz gibt diese Ausgabe Aufschluss darüber, welche Tags sich besser oder schlechter für Anwendungen eignen, in denen sie sehr eng aneinander positioniert ausgelesen werden müssen. Mit der optimalen Transponderwahl ließe sich aber nicht nur die Lesereichweite bei Lesungen in dichten Pulks deutlich steigern. Sie ermögliche in einigen Fällen erst den Einstieg in das Taggen von Produkten auf Einzelobjekt- oder Kartonebene. Für alle RFID-Anwendungen gelte laut EECC gleichermaßen, dass sich mit der UTPS auch der optimale Preis ermitteln lässt, denn nur wer die geeigneten Transponder selektieren kann, könne auch den günstigsten darunter anfragen.
Das Erscheinungsdatum der UTPS wurde mehrfach verschoben, um die neuen Chipgenerationen Impinj Monza 4 und NXP G2iL bewerten zu können. Insgesamt wurden 53 normale RFID-Transponder und zusätzlich 26 speziell für den Einsatz direkt auf Metall geeignete sogenannte On-Metal-Transponder geprüft. Dafür wurden automatisierte Messverfahren erstellt, die pro Transponder 70 Messreihen von jeweils circa 40 Einzelmessungen selbstgesteuert durchführen können, um menschliches Eingreifen und damit potenzielles Verfälschen der Ergebnisse zwischen den Messungen zu unterbinden. Nur so sei das gewohnte Höchstmaß an Verlässlichkeit und Reproduzierbarkeit der Ergebnisse gewährleistet. Für jeden Tagtyp wurden so alleine für die Tests der Lesbarkeit in dichten Pulks (Proximity Performance) über 3 000 Einzelmessungen vorgenommen.
Wie in den vorangegangenen Versionen des UTPS wurde die Lesereichweite der Transponder auch auf Streuung innerhalb einer Charge und im Hinblick auf die Orientierung zum Lesegerät getestet und bewertet. Der UTPS wurde erstmals 2007 veröffentlicht und hat sich als Standardwerk für Anwender der RFID-Technologie etabliert. In 2008 führte das EECC erstmals eine Modellierung ein, die es erlaubt die Lesereichweite der Transponder in Abhängigkeit vom applizierten Untergrund vorherzusagen. Seit 2009 werden auch On-Metal Transponder berücksichtigt. Alle Messungen seien bis in die aktuelle Ausgabe standardisiert und somit über alle Jahre untereinander vergleichbar.
Der UTPS erscheint erstmalig zweigeteilt. Das „Tutorial" gibt Aufschluss über die angewandten Messmethoden und deren Grundlagen. Im zweiten Teil „Results" sind die vielfältigen Ergebnisse, Diagramme und Benchmarks abgedruckt.
Bild: European EPC Competence Center GmbH









