Integriertes Einsatzleitsystem für die Einsatzdisposition von Notrufdiensten
Mobile Contactless Communication (MCC), sprich die Kombination von RFID-Technologie, GPS-Ortung und GPRS-Mobilfunk, wird zunehmend für den Einsatz im Außendienst von Sicherheits- und Dienstleistungsunternehmen interessant. Wie Mobiltelefone in Verbindung mit RFID-Transpondern zu „Echtzeitwächtern" werden, stellt das Plauer Unternehmen pitcom auf der Security in Essen vor. Das integrierte Einsatzleitsystem für Notrufstellen kommt bereits seit mehreren Monaten für die mobile Wächterkontrolle in der Sicherheitsbranche zum Einsatz.
Kern des Einsatzleitsystems ist „magicguard24", eine Software für Notruf- und Serviceleitstellen mit klassischen Alarmempfangsanlagen, die sich in Kombination mit Handys und RFID-Transpondern als Echtzeit-Eingabegeräte auch für die Diebstahlsicherung von Fahrzeugen, die Disposition von Wachpersonal und Einsatzfahrzeugen sowie an der Schnittstelle zu Lohnsystemen zur Dienstzeitauswertung eignet. Zudem kann das System Leitstellen an unterschiedlichen Standorten verbinden.
Dazu Hans-Jürgen Stüber, Geschäftsführer bei pitcom: „Das Einsatzleitsystem integriert erstmals alle mobilen Kommunikationskanäle und erlaubt somit eine Echtzeitkontrolle von Ereignissen über eine zentrale Leitstelle. Vor allem ist dies für die Disposition von Außendienstmitarbeitern bei Notrufdiensten von Bedeutung, da so jederzeit gesehen werden kann, wer sich wo befindet und in Echtzeit darauf reagiert werden kann". Möglich werde dies, so Stüber, durch die Integration von sieben Kommunikationstechnologien - von RFID und Satellitenortung (GPS samt Visualisierung der Geodaten über digitale Karten) bis hin zur Internetanbindung, ISDN-Datenübertragung beziehungsweise Alarmierung per SMS. Zugleich ist das System auf die Überwachung IP-basierter Melder ausgelegt und versieht sämtliche Meldungen mit einem nicht manipulierbaren Echtzeitstempel. Auf diese Weise werden elektronisch geführte Wachbücher möglich.
Als mobiles Wächterkontrollsystem ist die Lösung bereits bei sieben deutschen Sicherheitsunternehmen im Einsatz. Seit 2009 nutzt beispielsweise das Unternehmen Arndt aus Crimmitschau inzwischen an 300 Objekten die Lösung in Verbindung mit NFC-fähigen Handys. Die RFID-Lösung erlaubt es, Streifengänge permanent zu verfolgen und zu erfassen. Dadurch kann sofort auf mögliche Zwischenfälle reagiert werden, wenn in der Leitstelle ungewöhnliche Daten erkannt werden. Die MCC-Technologie in Verbindung mit der Leitstandssoftware „magicguard24" sichere laut dem Unternehmen neben Betriebskosteneinsparung sowie flexibler Einsatzdisposition auch einen deutlich verbesserten Sicherheitsstandard für das Wachpersonal. Die technischen und organisatorischen Betriebskosten pro Jahr würden sich nach Schätzungen des Niederlassungsleiters und Prokurist Franz König voraussichtlich um 80 Prozent verringern lassen.
Weitere namhafte Anwender aus der Security-Branche sind die Unternehmen Securitas Aviation, WSM-Wachschutz sowie Pegasus Management. Aber auch in anderen Branchen sieht der Geschäftsführer Marktpotenzial: „Ab Oktober starten wir ein Pilotprojekt in der Bauindustrie mit dem Unternehmen Maßalsky aus Glauchau. Hier geht es um die Dienstzeit- und Kostenstellenerfassung von Baustellen. Ebenso im Medizinbereich ist das integrierte Einsatzleitsystem denkbar, beispielsweise für die Einsatzplanung von Außendienstmitarbeitern im Pflegedienst. Wir hoffen Anfang 2011 in die Realisierung einer ersten Referenzanwendung zu gehen", gibt Stüber einen Ausblick.
Bild: pitcom GmbH









