de Man entwickelt Nudelplattenhandling für Hersteller von Fertiggerichten
Das Unternehmen Prima Menü liefert seit der Gründung im Jahr 1995 frische Tiefkühlkost-Komplettfertiggerichte. Am Lagerstandort in Leopoldhöhe sollte die Automatisierung einer Fertigungslinie zur Produktion von Tiefkühl-Lasagnen zu einer höheren Taktzahl und besseren Wirtschaftlichkeit führen. Vorgaben waren unter anderem eine Taktleistung von mindestens 50 Schalen pro Minute und die Möglichkeit, zwei Produktvarianten (drei beziehungsweise vier Lasagneplatten) ohne Umbauten der Fertigungslinie zu fahren. Da diese auch für andere Produkte genutzt wird, musste eine gute Zugänglichkeit zum Hauptband ermöglicht werden. Die Integration der Fertigungslinie konnte im Juli 2010 mit den Projektpartnern de Man und ifm electronic realisiert werden.
Die Lieferung der getrockneten, in Trays verpackten Nudelplatten erfolgt palettenweise per Lkw an den Wareneingang von Prima Menü. Dort werden diese mit einem Flurförderzeug an die neue mobile Anlage geführt, welche mit dem Produktionsband verbunden ist. Die Mitarbeiter öffnen die Kartons und legen die Trays händisch in die Magazine der Anlage. Die Anlage verfügt über 28 Magazine.
Mobiles 4-fach-Handling
Die Automatisierung erfolgt über ein 4-fach-Handling mit Greifern, die die Lasagne-Platten gleichzeitig aus den Magazinen entnehmen und in den Lasagne-Schalen ablegen. Das bestehende Förderband, auf dem die Schalen bereits vorher transportiert wurden, wird weiterhin genutzt. Das Handling und die vier Zuführbänder für die Magazine befestigte de Man an einem rollbaren Gestell; so ist es möglich, die gesamte Station zur Seite zu fahren, wenn sie nicht benötigt wird. Jeder der vier Greifer am Handling ist mit zwei Saugern ausgestattet, die jeweils über separate Ejektoren gesteuert werden. Die Greifer sind in unterschiedlichen Höhen versetzt zueinander angeordnet, um den Aufbau der Lasagne im Laufe des Produktionsprozesses zu berücksichtigen.
Sensorik ermöglicht Positionsermittlung
Jede Lasagne setzt sich zusammen aus einer ersten Schicht Soße, der ersten Platte, Soße, der zweiten Platte, Soße, dritte Platte, Soße, gegebenenfalls auch der vierten Platte und Soße. Das Handling mit seinen vier Greifern setzt daher in vier verschiedene Schalen jeweils eine Nudelplatte - der erste Greifer legt immer die unterste Platte, der letzte Greifer immer die oberste. Die Position der Schalen wird mittels Sensorik am Gestell ermittelt. Zwischen den Ablagepositionen befindet sich immer ein Platz, an dem über Düsen die Soße aufgetragen wird.
Mehr in der Septemberausgabe von "RFID im Blick"
Lesen Sie den kompletten Beitrag im ersten Teil der Automatisierungsreportage in der Septemberausgabe von „RFID im Blick". Im Mittelpunkt der Reportage stehen zudem aktuelle Lagerprozesse in großen Lägern von IKEA, Kühne + Nagel, Leineweber und anderen.
Bild: de Man Industrie-Automation GmbH


Die RFID-Technologie ist ausgereift. Standards für die gängigen Systeme sind verfügbar. Und für alle Anwendungen unterschiedlichst...






