Forschungsvorhaben „SmaRTI" nimmt Fahrt auf
Rewe testet gemeinsam mit Mars und dem Fraunhofer IML sowie weiteren Logistikpartnern im Rahmen des Projektes „SmaRTI" übergreifende Supply-Chain-Prozesse mittel RFID. Vorgestellt wurde das großangelegte Forschungsvorhaben von Vertretern auf dem ECR-Tag in Hamburg. Mit dem Projekt smaRTI ('smart reuseable transport items') hat das Fraunhofer IML zusammen mit 124 Partnerunternehmen jüngst die 2. Runde des Spitzencluster-Wettbewerbs des BMBF als Sieger verlassen. Das Projekt ist ein Verbundvorhaben im Rahmen des Effizienzcluster Logistik Ruhr zur Entwicklung von intelligenten, wiederverwendbaren Ladungsträgern, wie Behältern, Paletten und Containern. Als Partner beteiligt sind der Pool-Dienstleister Chep, die Deutsche Post, Lufthansa Cargo sowie Infineon Technologies.
Ziel ist es, die gesamte Supply-Chain von der Industrie zum Handel bis in die Märkte hinein abzubilden, das heißt vom Anliefern der Paletten durch den Pooldienstleister Chep über den Hersteller Mars bis zur Auslieferung in die Rewe-Läden und zurück soll RFID-Technik eingesetzt werden. Zunächst sollen die Ladungsträger mit RFID-Tags (Global Returnable Asset Identifier = GRAI) gekennzeichnet werden. Auf der Hardwareebene werden zudem neue Dual-Frequenz RFID-Transponder, die erstmals UHF- und HF-Techniken verbinden, entwickelt.
Für dieses Vorhaben arbeiten die Partner mit GS1 Germany in dem Arbeitskreis „Intelligente Ladungsträger" an Standardisierungen für die Weiterverarbeitung der Daten. Im Rahmen des Projektes wird ein IT-Architekturmodell („EPCIS-Cloud") entwickelt, welches die Integration der neuen Ladungsträgergeneration unterstützt. Dieses Modell soll in Richtung eines Webservices, der später über Cloud-Computing-Anwendung verfügbar sein soll, überführt werden und später auch von anderen Partner nutzbar sein.
Seitens Rewe sind derzeit die Entsorgungsrampen in das Projekt eingebunden. Im weiteren Verlauf des Projektes soll auch ein intelligenter Lkw zum Einsatz kommen, der mit RFID, Sensorik, Telematik und Navigation etc. ausgestattet, eine Verknüpfung zwischen Warenbewegungen im Lager und Transportlogistik ermöglichen könnte. Die Vison dahinter: Systeme sollen zukünftig - gemäß dem Internet der Dinge - über EPC miteinader agieren und Ladungsträger sich ohne zentrale Steuerung selbst routen können. Das Projekt ist, nach Voruntersuchungen in 2009, im Juni dieses Jahres offiziell gestartet.
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Die RFID-Technologie ist ausgereift. Standards für die gängigen Systeme sind verfügbar. Und für alle Anwendungen unterschiedlichst...






