GermanSolar sieht vielfältige Nutzenpotenziale
Nach Angaben der Bundesnetzagentur wurden in den ersten sechs Monaten dieses Jahres mehr als drei Gigawattpeak Solarstromleistung in Deutschland neu installiert. Einschätzungen des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) zufolge hatten deutlich gesunkene Preise Investitionen in Photovoltaik-Anlagen in den vergangenen Monaten besonders attraktiv gemacht. Die Nutzung der RFID-Technologie ist für viele Hersteller allerdings noch Neuland, wenngleich diese nicht zur Logistikoptimierung, sondern auch zur Diebstahlprävention beitragen könnte.
Einer der ersten Anbieter von Photovoltaik (PV)-Modulen, der künftig Module serienmäßig mit RFID-Tags ausstattet, ist das Unternehmen GermanSolar. Der Hersteller hat kürzlich das neue System auf der Messe Intersolar Europe vorgestellt. Die Beweggründe sind vielfältig, wie Hans-Bernhard Schmohl, Technischer Leiter in der Niederlassung Berlin, gegenüber „RFID im Blick" erläutert. Und noch steckt die Branche in puncto RFID in den Kinderschuhen.
„Bei PV-Modulen bringen wir passive RFID-Chips direkt während der Produktion in das Folienlaminat ein. Das heißt, der Chip ist zwischen Glasscheibe und Solarschicht einlaminiert und damit fest mit dem Modul verbunden", erläutert Schmohl. Auf den Tag können je nach Größe und Speicherkapazität Informationen wie die Seriennummer, Modulgröße, weitere charakteristische Parameter sowie Kunde oder Besteller speichern. Kundenindividuell können zusätzliche Infos zu den technischen Details ihres Produktes passwortgeschützt auf dem Chip hinterlegt werden, wie der Technische Leiter weiter informiert.
„Wir versprechen uns von der Technologie mehrere Vorteile: Zum einen ökonomische für die internen Handlingprozesse, besonders durch die automatische Verbuchung von Paletten im Warenein- und -ausgang. Darüber hinaus lässt sich die Technologie für die schnelle Positionserfassung nutzen", erläutert Schmohl den betriebswirtschaftlichen Nutzen. Auf der Dachfläche montierte Module ließen sich über die ID-Nummer auslesen und klassifizieren. In Form einer Liste könne der Kunde darüber informiert werden, an welcher Stelle sich bestimmte Module befinden. Dies diene auch dem präventiven Diebstahlschutz. „Wir setzen mit der Lösung auf Prävention, denn wenn jedes Modul getaggt ist, bedeutet ein Diebstahl ein hohes Risiko. Wird ein Modul entwendet, ist es zwar erstmal weg, aber es taucht meistens irgendwo wieder auf", weiß der Technische Leiter aus Erfahrung. „Anhand typischer Baumaße oder Rahmenprofile lässt sich bei Kontrollen der Produzent beziehungsweise der Lieferant feststellen. Bei abhanden gekommenen oder gestohlenen Modulen mit RFID-Chip lässt sich anhand der ID der Eigentümer schnell ermitteln.
Foto: GermanSolar AG
Lesen Sie den vollständigen Beitrag in der Oktoberausgabe von "RFID im Blick".


Die RFID-Technologie ist ausgereift. Standards für die gängigen Systeme sind verfügbar. Und für alle Anwendungen unterschiedlichst...






