Home Logistik Geobasierte Nachverfolgung von Transporteinheiten

Geobasierte Nachverfolgung von Transporteinheiten

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Der Fahrer quittiert die Übernahme mit einem Bon, womit das Gestell mit dem jeweiligen Ort belastet ist.Gestellpool Europe verwaltet Produktversand deutschlandweiter Glas- und Fensterhersteller

Die deutsche Flachglasbranche hatte in der Vergangenheit mit logistischen Problemen hinsichtlich der Rücknahme des Mehrweg-Gutes zu kämpfen. Die eingesetzten „A&LGestelle", auf welchen Fensterscheiben transportiert wurden, sind beim Transport entweder verloren gegangen oder wurden erst nach erheblicher Zeit wieder zur Verfügung gestellt. Bereits 2006 wandte sich die Branche an das Forschungsinstitut OFFIS in Oldenburg, um eine Lösung für die Nachverfolgung der Fenstergestelle herbeizuführen. Aus einem zweijährigen Forschungsprojekt resultierte das Unternehmen Gestellpool Europe, welches seit Juni 2009 eine branchenübergreifende Nachverfolgung der Transportgestelle über Barcode und GPS entwickelt hat und dabei softwareseitig von dem Unternehmen all in one unterstützt wird.

„Die Fenstergestelle haben eine Wertigkeit von 300 bis 400 Euro. Bei einem Bestand von circa 1 000 Stück mussten die Unternehmen rund sechs bis sieben Prozent abschreiben, was hohe Kosten verursachte. Nach einer zweijährigen Projektlaufzeit und einer halbjährigen Testphase in vier ausgewählten Unternehmen haben wir heute rund 90 Betriebe als Teilnehmer in unserem Pool zusammengefasst", erklärt Türk Kiziltoprak, Geschäftsführer von Gestellpool Europe, gegenüber „RFID im Blick".

Ausstattung mit Barcodes und Handhelds

Alle Transportgestelle der teilnehmenden Fensterbauer und Glasveredler sind im zentralen System von Gestellpool Europe in einem Pool zusammengefasst und werden von dort aus verwaltet. Das Verfahren erfolgt jeweils vor Ort bei den Unternehmen, indem an alle verfügbaren Gestelle im Versand ein Barcode-Label appliziert wird. Zudem ist der gesamte Fuhrpark mit Handhelds von Psion Teklogix ausgestattet. Nach der Scannung des Gestells ist es erstmalig im zentralen System registriert und aktiviert. „Das Vorhaben wurde bereits in der Projektphase als potenzielles RFID-Projekt behandelt. Aufgrund der vorgenommenen Kosten-/Nutzenrechnungen haben wir uns jedoch für den Barcode entschieden. Dennoch ist das System bereits für RFID ausgelegt und kann auch bei Bedarf von einzelnen Partnern auf RFID-Basis genutzt werden", so der Geschäftsführer.

Erhebung von Geodaten

Beim Warenausgang werden die mit einem Barcode versehenen Gestelle mit dem Psion-Handheld zum zweiten Mal gescannt. Mit diesem Vorgang befindet sich das Gestell im zentralen System im Status „Auslieferung". Zudem erfolgt eine Erhebung der Geopositionen über ein GPS-Modul. Nach der Quittierung des Kunden auf dem Display, erhält dieser noch einen maschinell erzeugten Bon, womit das Gestell mit dem Ort verknüpft ist.

Lesen Sie den kompletten Beitrag im zweiten Teil der Automatisierungsreportage in der Oktoberausgabe von „RFID im Blick".

Bild: Gestellpool Europe GmbH & Co. KG

 

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