Automatisierungsspezialist will sich als Systemanbieter positionieren
Mit einer Reihe von Maßnahmen will sich der RFID- und AutoID-Automatisierungsspezialist strategisch neu ausrichten und vom Komponentenanbieter hin zum Solution Provider positionieren. Dies teilte Turck-Geschäftsführer Christian Wolf anlässlich der Pressekonferenz am 7. Oktober in Gelsenkirchen mit. Product-Push alleine habe keine Chance, Prozessorientierung sei heute entscheidend.
Angesichts der krisenbedingten Entwicklungen seien Planungen immer unberechenbarer geworden. Man stehe vor neuen Herausforderungen, um den Aufschwung zu bewältigen. Dabei zeigte sich Wolf zufrieden mit der Geschäftsentwicklung, konnte der Mühlheimer Spezialist ein Jahr nach der Krise wieder an das Niveau von 2008 anknüpfen: So erwartet Turck für das Geschäftsjahr 2010 eine deutliche Umsatzsteigerung von über 30 Prozent. Der konsolidierte Umsatz der Turck-Gruppe dürfte damit am Jahresende 350 Millionen Euro übersteigen. Für Deutschland rechnet das Unternehmen mit einem Umsatz von rund 80 Millionen Euro. Für 2011 liegt das erwartete Wachstum bei 15 Prozent.
„Nach einem furiosen Jahr 2010 werden wir das Unternehmen nun nachhaltig für eine erfolgreiche Zukunft positionieren“, sagt Wolf. „Bereits für 2011 haben wir uns als ambitioniertes Ziel die Umsatzmarke von 400 Millionen Euro gesetzt.“ Um die Ziele zu erreichen, werde man nach Aussagen des Turck-Geschäftsführers an vielen Stellschrauben drehen. Dazu zählten unter anderem die Definition regional-, branchen- und applikationsspezifischer Lösungsportfolios mit einem entsprechend aufgestellten Vertrieb. Auf operativer Ebene setzt das Unternehmen vor allem Modularisierung und Plattformentwicklungen sowie die Definition adäquater Preissysteme für Systemlösungen und Serviceleistungen.
Als einen Schwerpunkt der Investitionen und Aktivitäten für das Jahr 2011 nannte Wolf die Stärkung der Technologiekompetenz am Standort Deutschland. Dazu will das Familienunternehmen an dem zentralen Standort in Mülheim unter anderem in die Modernisierung der Lagerlogistik investieren. 15 Millionen Euro sollen in die Erweiterung der Produktionsfläche in Halver um 11 000 Quadratmeter fließen.
Auch die Internationalisierung will Turck weiter vorantreiben. Schon im kommenden Jahr ist neben der Gründung zweier weiterer Tochtergesellschaften in der Türkei und Brasilien die Intensivierung der Vertriebsaktivitäten der Töchter in Indien und Russland geplant. Die Niederlassungen in Österreich, Polen und Tschechien sollen zudem in neue Büroräumlichkeiten umziehen.
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Bild: Quelle: Hans Turck GmbH & Co.KG


Die RFID-Technologie ist ausgereift. Standards für die gängigen Systeme sind verfügbar. Und für alle Anwendungen unterschiedlichst...






