Dock 100-Hochregallager geht mit hochmodernen Lagertechnologien in den operativen Betrieb
Auf dem Gelände des ehemaligen Produktionsstandortes des Unternehmens Herlitz am Borsighafen ist der Gewerbe- und Logistikpark „Dock 100" entstanden. Im Zuge von Verschlankungsprozessen im Hause Herlitz von ursprünglich drei auf einen Produktionsstandort wurde am Standort Tegel ein neues Konzept entwickelt, welches die Arbeitsbereiche Büro, Produktion und Logistik Dock 100-Hochregallager geht mit hochmodernen Lagertechnologien in den operativen Betrieb zusammenfasst. „Wir haben das ‚Single-User'-Konzept zu einem hochmodernen ‚Multi-User-Center' umgewandelt. Die Umbauarbeiten wurden im August 2010 abgeschlossen. Bis Anfang des Jahres 2011 planen wir zudem noch ein Zeitfenstermanagement für die Spediteure zu integrieren", erklärt Dock 100-Geschäftsführer Andreas Schulz gegenüber „RFID im Blick".
Im Logistik-Dock lagern sowohl Dock 100-Kooperationspartner aus Spedition und Kontraktlogistikern wie auch Industrie-/und Handelsunternehmen ihre Waren ein. Diese reichen von Elektroartikeln bis zur Aktionsware von Supermarktketten. Laut Andreas Schulz lassen sich im Hochregallager sowohl Europaletten (1,20 Meter x 0,80 Meter) als auch Industriepaletten (1,40 Meter x 1,40 Meter) einlagern. Beliefert werden Regionalläger in ganz Europa. Die Warenanlieferung erfolgt ausschließlich per Lkw. Zudem ist die Anlage an ein Schienennetz und den Borsig-Hafen angeschlossen. Zurzeit sind aber diese beiden weiteren Verkehrsanbindungen nicht in Verwendung.
Bevor die Ware eintrifft, erhält Dock 100 über das Lagersystem ein Wareneingangsavis, sodass im Vorfeld bereits bekannt ist, welche Art von Ware am Logistik-Dock zu erwarten ist. Sofern die ankommenden Paletten bereits vorgelabelt sind, erfolgt eine manuelle Überprüfung der Ladungsträger auf Unversehrtheit, der Menge und schließlich ein Abgleich mit den Lieferscheindaten. Nach einer fehlerfreien Prüfung stellt ein Gabelstapler die jeweilige Palette auf ein automatisches Förderband, welches sich circa 15 Meter hinter dem Wareneingangstor befindet. Insgesamt fahren vier automatische Förderbänder die Ware ins Lager. Am Ende des Förderbands wird die Palette von einem stationären Barcode-Scanner erfasst und erhält dadurch ihren durch das Lagersystem erzeugten Marschbefehl ins 10 000 Quadratmeter große Hochregallager. Dort entnimmt eines der 16 Regalbediengeräte den Ladungsträger und lagert diesen in ein Regalfach in einer Höhe von bis zu 40 Metern ein.
„Zurzeit erproben wir im Rahmen eines Projekts ein Zeitfenstermanagement auf Basis des Transporeon-Systems. Spediteure können damit spezielle Zeitfenster buchen, sodass sie künftig zu festgelegten Zeiten ihre Waren am Lager abholen können. Anfang 2011 soll das System einsatzbereit sein", berichtet Schulz. Weiterhin können über das Transporeon-Tool dann auch Transportaufträge online vergeben werden. Bezüglich eines RFID-Einsatz seien zurzeit keine Installationen geplant. Systemtechnisch ließen sich aber problemlos RFID-Schnittstellen anbinden.
Lesen Sie mehr in der Oktoberausgabe von "RFID im Blick".
Bild: Dock 100 Logistik GmbH


Die RFID-Technologie ist ausgereift. Standards für die gängigen Systeme sind verfügbar. Und für alle Anwendungen unterschiedlichst...






