Home Logistik Von der Kleinteilelogistik bis zum Kanban-System

Von der Kleinteilelogistik bis zum Kanban-System

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161 000 Stellplätze befinden sich im vollautomatischen Kleinteilelager.Keller & Kalmbach nimmt seit Anfang des Jahres neues Distributionszentrum in Betrieb

Neben einem Zentrallager in Unterschleißheim bei München betrieb das Unternehmen Keller & Kalmbach noch weitere kleinere Filiallager im süddeutschen Raum. Aufgrund des stetigen Firmenwachstums war das bestehende Logistiksystem schließlich vollständig ausgelastet. Eine Erweiterung beziehungsweise ein Umbau des Standortes Unterschleißheim schied aus Platzgründen aus. Daher erfolgte bereits im Jahre 2008 der Bau eines neuen Distributionszentrums in Hilpoltstein, welches Mitte 2009 in den Betrieb gehen konnte. „Voll betriebsbereit ist das Lager seit Januar 2010 - nachdem die Umlagerung aller Artikel unserer Kunden aus den alten Lagern an den neuen Standort abgeschlossen war", erklärt Dr. Ingomar Schubert, Leiter Supply Chain Management bei Keller & Kalmbach, auf Nachfrage von „RFID im Blick".

Sobald eine Bestellung in das Warenwirtschaftssystem bei Keller & Kalmbach eingeht, erstellt dieses automatisch einen Avis, welcher an das Lagerverwaltungssystem geschickt wird. Die Anlieferung der bestellten Ware (Kartons oder Paletten) erfolgt ausschließlich über Lkw. Die Paletten werden mittels eines Gabelstaplers aus dem Lkw entnommen und in eine Pufferzone transportiert. Dort identifiziert ein Mitarbeiter über die Bestellnummer, welche auf dem Lieferschein des Lieferanten angegeben ist, die Ware, indem er die Nummer über einen stationären PC-Terminal in das Warenwirtschaftssystem eingibt. Über das zuvor erstellte Avis erkennt er, welche Ware zur Einlagerung vorgesehen ist.

Nach einer manuellen Zählung der Warenmenge gibt der Mitarbeiter die Daten wiederum am PC-Terminal ein. Im nächsten Schritt appliziert er ein Barcode-Label von einem Etikettenspender von Cab auf die Palette oder den Karton. Dieses Label wird über ein Motorola- Handheld eingescannt und mit den zuvor eingegebenen Artikeldaten im Warenwirtschaftssystem verheiratet. Der Barcode beinhaltet eine achtstellige Nummer, dessen Wareninformationen, wie beispielsweise Artikel und Stückzahl, in der Datenbank gespeichert sind. „Wir nutzen den Barcode nur zur Identifikation und nicht zum Speichern von Daten. Daher können wir diese auch im Vorfeld in großer Stückzahl vordrucken, da der Barcode nur eine fortlaufende Nummer darstellt, die mit der Ware verknüpft wird", erklärt Dr. Schubert.

Trotz der Planungen von Erweiterungen der Lagerfläche sowie eines Mehrschichtbetriebs in der Kommissionierung sei der Einsatz von RFID oder anderen modernen Technologien zurzeit nicht vorgesehen. Pilotprojekte seien laut Dr. Schubert allerdings bereits erfolgt. Beispielsweise habe die TU München im Rahmen eines Forschungsprojektes im Jahr 2009 eine Identifikation der Ware mittels RFID-Etiketten erprobt. Aufgrund der durchweg metallischen Waren habe sich aber der RFID-Einsatz.

Lesen Sie mehr in der Oktoberausgabe von "RFID im Blick".

Bild: Keller & Kalmbach GmbH

 

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