RFID entlastet Personal in Spitzenzeiten
350 000 Ausleihen im Jahr und 10 000 registrierte Nutzer verzeichnet die Stadtbibliothek Greven. „550 Kunden pro Tag, in Spitzenzeiten sogar 150 gleichzeitig, nutzen das Medienangebot an Büchern, CDs und DVDs“, wie Bibliotheksleiterin Sigrid Högemann gegenüber „RFID im Blick“ erklärt. Mit der Einführung des RFID-Systems inklusive Außen-Rückgabe Ende August können Kunden diese sogar nachts zurückgeben.
Die Integration der Technologie erfolgte im Zuge einer Modernisierung der Bibliothek: „Nach zwanzig Jahren hatten wir einfach Renovierungsbedarf. Wir haben seit mehreren Jahren eine Buchsicherungsanlage auf elektromagnetischer Basis und die Buchung an den Mitarbeiterplätzen über Barcodes abgewickelt“, erklärt Högemann. „Da die bestehende Anlage nicht mehr gewartet werden konnte, lag der Umstieg auf RFID-Technik nahe. Und wir nutzen jetzt alles, was mit RFID-Technik in Bibliotheken möglich ist, mit Barcodes aber nicht denkbar gewesen wäre“.
Im Rahmen eines aufwendigen Umbaus wurden drei neue Ausleihplätze, drei Rückgabeplätze, eine Außenrückgabe sowie eine Verlängerungsstation mit der Möglichkeit, Gebühren mit der EC-Karte zu zahlen, neu geschaffen. 50 000 Medien wurden dafür mit RFIDEtiketten von 3M versehen, die Konvertierung erfolgte überwiegend im laufenden Betrieb. Für die Integration der Technik war die Firma EasyCheck verantwortlich. „Die Herausforderung lag darin, auf der vorhandenen Fläche unterschiedliche Funktionen unterzubringen. Zusammen mit dem Architekturbüro Leistungsphase wurde die neue Technik in ein einheitlich stimmiges Konzept integriert, denn die Kombination mit den Möbeln sollte optisch ansprechend bleiben“, erklärt die Leiterin. Eine technische Besonderheit ist die neue Sortieranlage mit Zweifachsortierung. Die getaggten Bücher werden über ein Förderband in zwei Container sortiert. In dem einem landen „normale“ Medien, in dem anderen „Sondermedien“, die beispielsweise vorbestellt sind wie beliebte Bestseller. Die Rückgaben bleiben zunächst in den Containern, bis sie in Zeiten mit weniger Publikum eingeräumt werden.
Eine Außenrückgabe ermöglicht zudem die Rückgabe auch außerhalb der Öffnungszeiten. „Wir merkten schon nach zwei Wochen, dass die meisten positiv reagieren und die Rückgabe als einfach empfinden. Wir müssen unsere Kunden zwar zurzeit noch unterstützen, da unsere Publikum von kleinen Kindern bis zu hochbetagten Senioren reicht, aber besonders Kinder kommen sehr schnell mit dem neuen System zurecht. Da wir zudem nur 23 Stunden in der Woche geöffnet haben, ist es für die Kunden natürlich angenehm, die Bücher außerhalb dieser Zeit 24 Stunden am Tag abgeben zu können“, beschreibt Högemann die Vorteile. Die Kunden können sich jetzt außerdem selbst organisieren und aktiv über Rückgabetermine und anfallende Leihgebühren informieren.
Lesen Sie den vollständigen Beitrag in der Oktoberausgabe von „RFID im Blick“.
Foto: Architekturbüro Leistungsphase, Neuenkirchen


Die RFID-Technologie ist ausgereift. Standards für die gängigen Systeme sind verfügbar. Und für alle Anwendungen unterschiedlichst...






