74 Prozent der AIM-Mitglieder sehen Umsatzerwartungen in 2010 erfüllt oder übertroffen
Der positive Umsatztrend in der AutoID-Branche setzt sich auch im Herbst fort. So das Fazit des aktuellen Trendbarometers des Branchenverbandes AIM. 64 Prozent der befragten Mitgliedsunternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz schätzen die generelle wirtschaftliche Lage ihres Unternehmens 2010 besser ein als im Vorjahr, 34 Prozent erreichten mit ihren Umsätzen klar das Vorjahresniveau. Keiner der AutoID-Hersteller oder -Dienstleister erwartet eine wirtschaftliche Verschlechterung der eigenen Lage im vierten Quartal. Drei Viertel schätzen ihre weitere Unternehmensentwicklung für 2010 damit positiver ein als im Vorjahr. Auch im AutoID-Markt geht der Aufschwung den Befragten zufolge weiter: Über zwei Drittel der Unternehmen (68 Prozent) sehen 2010 eine positivere Entwicklung des Gesamtmarktes als 2009.
„Insgesamt ist das Ergebnis sehr positiv", so Ralf Sander, AIM-Vorstand gegenüber „RFID im Blick". „Verglichen mit den Ergebnissen im Frühjahr haben wir festgestellt, dass sich im dritten Quartal 2010 bei vielen unserer Mitglieder die Realität eingestellt hat. Während im Juni noch die Mehrzahl der Unternehmen von einer sehr guten Umsatzentwicklung ausgegangen war, ist der Anteil derer nach unten gegangen, trotzdem, immer noch positiv." Laut der Umfrage sehen 74 Prozent der Unternehmen die Umsatzerwartungen in 2010 erfüllt. Für 22 Prozent fiel das Ergebnis besser aus als erwartet, für 15 Prozent viel besser. 37 Prozent werden ihre geplanten Budgets erreichen.
Auch AIM-Vorstandsvorsitzender Frithjof Walk unterstreicht: „Es herrscht eine sehr positive Stimmung in der AutoID-Branche. Allerdings hat sich die Euphorie im Vergleich zum letzten Quartal etwas gelegt. Unsere Branche kommt erst jetzt in der zweiten Jahreshälfte richtig in Schwung. Dies mag zum einen mit dem Investitionsverhalten zusammenhängen, zum anderen ist es dadurch bedingt, dass die Krise in der AutoID-Branche etwas später angekommen ist."
Die AutoID-Unternehmen würden nun deutlich von der generellen Wirtschaftsentwicklung profitieren, kommt die Umfrage zu dem Schluss. Die branchenübergreifend steigende Nachfrage schlage sich daher auch in den Umsatzzahlen der AIM-Mitglieder nieder, die Nutznießer neuer Projekte und Investitionen seien. „Unternehmen aus Industrie, Handel und Logistik fragen verstärkt AutoID-Technologien nach, so Ralf Sander. „Dies wirkt sich jedoch in der Zulieferkette unterschiedlich aus. Während Komponentenhersteller bereits in den letzten neun Monaten immense Steigerungen erfahren haben, zieht das Projektgeschäft bei den Systemintegratoren erst jetzt richtig an. Grund dafür ist dass die Elektronikkomponenten-Hersteller ihre Produktionen in der Krise teilweise um die Hälfte heruntergefahren haben, sodass es zu einer dramatischen Verknappung der Bauteile kam. Dies wiederum führte dazu, dass Fertigprodukte wie Terminals, Drucker und Scanner sehr lange Lieferzeiten (teilweise bis zu sechs Monaten) hatten und sich dadurch ein recht großer Ausliefer-Rückstau gebildet hatte", so Sander weiter. „Mittlerweile hat sich der Rückstau gelöst, die Fertigprodukte-Hersteller haben den Backlog abgearbeitet und sind nun wieder in der Lage hochvolumig zu produzieren und ‚rechtzeitig' auszuliefern. In dem Maße, wie sich das Geschäft bei den Lieferanten wieder normalisiert, können nun auch die Systemintegratoren ihre Gesamtlösungen auf- und umsetzen".
Auf die aktuelle Frage nach der Wichtigkeit der AutoID-Produkte für den 'Plagiatschutz' gaben die befragten Unternehmen an, interessantes Potenzial zu sehen. Fast drei Viertel (72 Prozent) erwarten, dass AutoID-Systeme, sei es Barcode, 2D-Code oder RFID, künftig eine wichtige Rolle spielen werden, wenn es darum geht Lieferketten transparenter zu gestalten und die Herkunft von Produkten nachzuverfolgen. Industrieverbänden wie BDI oder DIHK zufolge verursachen Plagiate jährlich Verluste im Milliardenbereich und schaden damit dem Aufschwung der deutschen Wirtschaft.
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Die RFID-Technologie ist ausgereift. Standards für die gängigen Systeme sind verfügbar. Und für alle Anwendungen unterschiedlichst...






