Justiz, Behörden und Gesundheitswesen straffen Verwaltungsprozesse
Im Zuge der Justizmodernisierung führt Nordrhein-Westfalen landesweit an allen Gerichten die digitale Diktatmanagement-Software „Findentity Dictate" ein, welche auch die Integration der RFID-Technologie vorsieht. Doch auch andere Behörden und ebenso Arztpraxen sehen die Technologie zunehmend als Option für das Dokumentenmanagement, wie Marc Bartsch, Geschäftsführer des Berliner Softwareunternehmens Thax Software erklärt.
Thax Software hat bereits 12 500 Arbeitsplätze der Justiz in NRW mit seinem digitalen Diktiersystemen ausgestattet. „Die Gerichte haben die Option, RFID zur Aktenverwaltung einzusetzen, doch es haben sich bisher nur eine Handvoll dafür entschieden. Da spielt der Kostenfaktor eine Rolle", so Bartsch. Beim Landgericht Detmold sei seit einigen Jahren RFID im Einsatz und an das Landgericht Bielefeld habe das Unternehmen 170 Lesegeräte ausgeliefert: „RFID bietet die Möglichkeit, dass die mit einem Label versehene Akte, zu der gerade diktiert wird, durch einen stationären Reader am PC erkannt wird und das Diktat automatisch zu dem richtigen Fall abgespeichert wird. RFID stellt auf diese Weise die Verbindung zwischen Papierakte und elektronischer Akte her. Falsche Ablagen sind somit ausgeschlossen", betont der Geschäftsführer. Obwohl der Trend in Büros und Verwaltungen zur E-Akte gehe, gebe es weiterhin Bereiche, in denen Papier unverzichtbar sei. So versieht die Berliner Staatskanzlei seit 2006 ihre Eingangspost mit RFID-Tags. Jedes eingehende Schriftstück wird dadurch mit einer E-Akte verknüpft. „Dies hat direkte Vorteile für die Bürger. Wir haben die Rückmeldung erhalten, dass Bürgeranfragen schneller und präziser beantwortet werden können. Die Sekretärin kann mithilfe der Software sofort einsehen, wer den Sachverhalt gerade bearbeitet", erklärt Bartsch.
Auch in Arztpraxen hat die Technologie für die Verwaltung von Patientenunterlagen längst Einzug gehalten. Seit 2007 erfasst beispielsweise das Fertility Center in Hamburg seine Patientenakten an 18 Plätzen mit RFID-Technologie. Auch der Pharmakonzern Pfizer nutzt das „Findentity"-System mit Transponder-Technologie in seiner Deutschland-Zentrale zur Aktenlokalisierung. „Auch von großen Kliniken erhalten wir inzwischen immer mehr Anfragen", so Bartsch. „Viele entscheiden sich als Übergangslösung zur elektronischen Patientenakte für die RFID-Technik, da sich die Anschaffungskosten schnell amortisieren".
Lesen Sie den vollständigen Beitrag in der Novemberausgabe von „RFID im Blick".
Bild: Aintschie (Fotolia.com)


Die RFID-Technologie ist ausgereift. Standards für die gängigen Systeme sind verfügbar. Und für alle Anwendungen unterschiedlichst...






