Bayer CropScience testet neue Wirkstoffe mit RFID-Unterstützung von Turck
Wissenschaftler des Unternehmens Bayer CropScience testen in Monheim neue Wirkstoffe auf ihre Eignung als Pflanzenschutzmittel, indem sie diese nach einem definierten Verfahren vollautomatisiert auf Pflanzen sprühen. Für Transparenz und die eindeutige Identifizierung jeder Pflanze sorgt dabei Turcks RFID-System BL ident. In den Forschungslabors suchen die Wissenschaftler von Bayer CropScience unter Nutzung modernster technischer Anlagen kontinuierlich nach neuen Wirkstoffen. Einer der ersten Schritte auf dem Weg zu einem marktfähigen Präparat ist das sogenannte Primär-Screening. Für dieses hat Bayer CropScience eine vollautomatisierte Spritzstraße entwickelt, die mehr als 25 000 Sprühapplikationen pro Jahr ermöglicht. In jedem Applikationszyklus werden gleichzeitig drei sogenannte Pflanzensets mit drei unterschiedlichen Prüfsubstanzen besprüht. Die Pflanzensets enthalten jeweils die Wirtspflanzen für acht Pflanzenkrankheiten.
Im Zuge der Umrüstung auf RFID mussten die Tectrion-Techniker zunächst rund 1 000 Pflanzschalen mit Datenträgern ausstatten, welche mittig aufgeklebt wurden. Die Datenträger haben eine Speicherkapazität von 128 Byte und enthalten die gesamte Information zu der betreffenden Pflanzschale. „Wir hatten ursprünglich erwogen, nur die ID-Nummer auf dem Tag zu speichern, aber letztlich sind wir damit nicht flexibel genug. Nachdem wir jetzt alles auf die Datenträger schreiben, kann die Anlage autark laufen und jede Schale ist an jedem Ort auch ohne zentralen PC identifizierbar", sagt Volker Bachmann, Steuerungsspezialist in der Abteilung Laborautomation Robotik bei Tectrion.
Ein Q80-Schreib/Lese-Kopf beschreibt und liest die Datenträger direkt nach dem Durchlaufen der Spritzkabinen aus. Ein weiterer Schreib-/Lese-Kopf befindet sich an der Ausschleusungsstelle, an der die Pflanzschalen die Anlage wieder verlassen. Sollte die Anlage ausfallen oder eine Schale aus einem anderen Grund identifiziert werden müssen, können die Bayer-Mitarbeiter den aktuellen Status mit einem Handheld-Reader auslesen.Von den Schreib-/Lese-Köpfen gehen die RFID-Signale an das modulare Remote-I/O-System BL20, das für jede Lesestelle individuell konfigurierbar ist. Über eine spezielle RFID-Scheibe werden die Daten erfasst und in das CoDeSys-programmierbare Gateway eingespeist, das die gesamte RFID-Kommunikation vor Ort erledigt, sodass nur eine Versendung der Nutzdaten per Modbus TCP an den Leit-PC erfolgen muss.
Lesen Sie den vollständigen Beitrag in der Novemberausgabe von „RFID im Blick".
Bild: Hans Turck GmbH & Co. KG


Die RFID-Technologie ist ausgereift. Standards für die gängigen Systeme sind verfügbar. Und für alle Anwendungen unterschiedlichst...






