Home Handel Modehaus Jost setzt weiter auf RFID-Technologie und mobile Computer

Modehaus Jost setzt weiter auf RFID-Technologie und mobile Computer

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Für eine Bestandsaufnahme sind die Kleidungsstücke auf der Verkaufsfläche mit RFID-Etiketten versehen.„Funkende Kleidungsstücke"

Das Unternehmen Jakob Jost ist ein mittelständisches Modefachunternehmen mit Sitz in Grünstadt in Rheinland-Pfalz. Im Jahr 2009 hat sich das Modehaus entschieden, RFID-Technologie zu testen, um unter anderem die Transparenz über die Warenbestände im Lager und in den Filialen zu erhöhen und um die Nachversorgung durch einen schnelleren und genaueren Datenaustausch mit den Lieferanten zu optimieren. In einem Pilotprojekt konnte Jost unter Beweis stellen, dass sich RFID auch bei kleineren Unternehmen mit überschaubarem Aufwand erfolgreich nutzen lässt. Künftig wird das Modehaus den RFID-Einsatz deswegen weiter forcieren.

Im Rahmen des RFID-Pilotprojekts liefern seit Ende 2009 die Bekleidungshersteller Lemmi-Fashion und Seidensticker Tausende getaggte Kleidungsstücke an das Logistikzentrum von Modehaus Jost in Grünstadt. Eingesetzt werden dabei in Hangtags eingebettete EPC Gen2-Tags des Grazer RFID-Lösungsanbieters RF-iT Solutions, der auch die AutoID-Plattform beigesteuert hat.

Handhelds in der Warenannahme...

Anhand von elektronischen Lieferscheinen, die von den Lieferanten Lemmi-Fashion und Seidensticker übersandt werden, überprüfen die Mitarbeiter an der zentralen Warenannahme die Lieferungen auf Vollständigkeit. Dabei kommen die RFID-Handhelds PL3000 Cross Dipole UHF von Nordic ID zum Einsatz. Die Mobilcomputer erlauben dabei das Auslesen der Tags durch geschlossene Kartons hindurch. „Durch den Einsatz der RFID-Technologie und der Handhelds konnten wir unsere Wareneingangsprozesse bei den involvierten Lieferanten beschleunigen und die Genauigkeit steigern", konstatiert Patric Knoll, kaufmännischer Leiter beim Modehaus Jost. „So hatten wir bei DESADV-Lieferungen häufig eine Fehlerquote von bis zu fünf Prozent bei Größen und Farben. Bisher musste die Ware deswegen einzeln geprüft werden. Dieser Aufwand entfällt nun, da wir diese Bestandslücken direkt im Wareneingang erfassen können." Die Wareneingangskontrolle verlief laut Knoll fehlerlos. „Die Identifikation ist sehr zuverlässig", so Knoll. Dabei haben die Mobilcomputer für Knoll einen weiteren Vorteil: „Durch die Handhelds sind wir nicht auf fest installierte RFID-Gates angewiesen - das macht das Ganze auch für kleinere Unternehmen bezahlbar."

...und in der Bestandsaufnahme

In den vier Filialen von Jost in Grünstadt, Landau, Frankenthal und Worms nutzen die Mitarbeiter die Mobilcomputer von Nordic ID zudem zur Bestandsaufnahme. Erfolgte die Inventur bislang Barcode-basiert einmal im Jahr, wird die Bestandserfassung für die getaggte Ware von Seidensticker und Lemmi nun wöchentlich in Sekundenschnelle durchgeführt. „Die Bestandstransparenz und die Bestandsgenauigkeit haben sich erhöht", konstatiert Patric Knoll. Im Frühjahr 2010 hat das Modehaus Jost die technischen Voraussetzungen für den RFID-basierten EDI-Datenaustausch geschaffen. Neben DESADVs mit EPCs tauscht Jost mit Seidensticker auch Bestandsdaten aus.

Lesen Sie den vollständigen Beitrag in der Novemberausgabe von „RFID im Blick".

Bild: Nordic ID GmbH

 

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