Home Forschung und Entwicklung Projekt CogniLog lässt Stapler mitdenken

Projekt CogniLog lässt Stapler mitdenken

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Die Stapler fahren im Projekt CogniLOg nicht selbstständig, sondern werden nach wie vor vom Menschen gesteuert.Forschungsprojekt untersucht kognitive Steuerung von Fördermitteln

Seit rund zwei Jahren untersucht die Fachhochschule Osnabrück, das OFFIS Institut für Informatik in Oldenburg und das Institut für Transport- und Automatisierungstechnik der Leibniz-Universität Hannover im Projekt „CogniLog" wie sich Fördermittel kognitiv steuern lassen. Das Projekt hat eine Laufzeit von fünf Jahren, und befindet sich aktuell am Ende des zweiten Projektjahres. Innerhalb der ersten beiden Projektjahre wurde ein Stetigförderer aufgebaut und die dezentrale Steuersoftware für Stapler entwickelt. Als Testumgebung für die dezentrale Staplersteuerung wurde außerdem ein Technologie-Demonstrator mit Staplern im Maßstab 1:6 aufgebaut. Der nächste Schritt ist die Integration der bisherigen Ergebnisse auf einen realen Gabelstapler. „Die momentan parallel zueinander laufenden Hauptprojektphasen sind der Aufbau eines Flurförderers zu einem kognitiven System und der Aufbau eines kognitiven Stetigförderers", berichtet Professor Dr. Axel Hahn, Bereichsvorstand Verkehr im OFFIS, gegenüber „RFID im Blick". Kognitiv bedeute dabei, dass der Förderer selbständig, unter Berücksichtigung von Sensorinformationen, Entscheidungen treffen kann.

Die Stapler fahren nicht selbstständig, sondern werden nach wie vor vom Menschen gesteuert. Allerdings besitzt jeder Stapler ein Terminal über das der Fahrer Anweisungen erhält. „Aktuell ist geplant, dass die Stapler per WLAN mit den Ein- und Ausgangsports der Umschlaghalle kommunizieren können", so Professor Hahn. Die Ports verteilen Fahraufträge per Auktion, der Stapler, der die niedrigsten Kosten (Zeit) anbietet, gewinnt den Auftrag und arbeitet ihn ab. Die Vorgänge laufen dabei automatisch ohne Zutun des Fahrers ab.

„Im Gegensatz zu einem zentralen Stapler-Leitsystem, bei dem ein intelligenter Steuerrechner alle Stapler steuert, besitzt CogniLog auf jedem Stapler eine ‚dezentrale' intelligente Steuereinheit, das heißt jeder Stapler kann selbst entscheiden was er als nächstes tut. Das hat den Vorteil, dass man in CogniLog leicht neue Stapler in das Umschlagsystem integrieren kann, ohne dass Anpassungen an der Software notwendig wären. Des Weiteren gibt es wegen der fehlenden zentralen Instanz keinen sogenannten ‚Flaschenhals' wenn sich die Anzahl der Stapler signifikant erhöht. CogniLog skaliert also besser als zentral gesteuerte Systeme", lautet das Fazit von Hahn.

Bild: charly_lippert (Fotolia.com)

 

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