Implantierter Sensor überwacht Blutdruck
Das Fraunhofer-Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme IMS hat einen Drucksensor für Herzpatienten entwickelt, der bis zu 200 Messwerte pro Sekunde liefere. Der neuartige Sensor für den Herzdruck ermögliche aufschlussreiche Langzeitmessungen unter verschiedenen Belastungssituationen. „Es lassen sich auch kleinste Herzfehlfunktionen sichtbar machen, die vor allem zu Beginn einer Erkrankung nur sporadisch auftreten", berichtet Dr. Gerd vom Bögel, Gruppenleiter am IMS.
Der stäbchenförmige, zwei Mal zehn Millimeter große Sensor werde mithilfe eines Katheters an der Herzwand befestigt. Während der Katheter anschließend gezogen werde, verbleibe der Sensor im Herz und funktioniere wie ein passiver RFID-Transponder. Weil sich der Sensor mit integrierter Antenne im Herz nur längs ausrichten lässt, muss er seitlich am Brustkorb ausgelesen werden. Um die Dämpfung des Signals durch Knochen so gering wie möglich zu halten, funkt das System im 10-MHz-Bereich. Es steckt laut IMS in einer biokompatiblen Polymer-Hülle, die im Gegensatz zu Metall Funkwellen nicht abschirmt, sondern passieren lässt.
Die neue Form der Frequenz-Konversion könne auch die Leistungsfähigkeit anderer RFID-Systeme verbessern, die im 10-MHz-Bereich arbeiten - beispielsweise in der Logistik zur automatisierten Erkennung und Verfolgung von Behältern mit gefährlichen Flüssigkeiten.
Bild: Fraunhofer-Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme IMS


Die RFID-Technologie ist ausgereift. Standards für die gängigen Systeme sind verfügbar. Und für alle Anwendungen unterschiedlichst...






