Überwachung von Elektroschockpistolen in Waffenschränken
Tagsys und RFIP haben eine neue RFID-basierte Waffenverfolgungslösung zur Sicherung von Waffen bei Militär, Strafverfolgungsbehörden und anderen Behörden entwickelt. Die Lösung wird derzeit in Form eines Pilotprojekts bei einer großen britischen Polizeitruppe eingesetzt.
Die Lösung mit dem Namen Intelligent Drawer Armory System (iDAS) nutzt die eingebaute RFID-Technologie zur automatischen Aufzeichnung der Aus- und Rückgabe von Waffen bei sicheren Waffenkammern. Mit der Lösung werden nicht nur ineffiziente manuelle Waffenausgabeprozesse automatisiert, sondern für jede Waffe wird auch ein vollständiger Nutzungsverlauf erstellt, es werden Prüfberichte für Vorgesetzte generiert, die Ausgabe von Waffen an unbefugte Beamte wird verhindert und die Waffensicherheit wird verbessert.
Bei den derzeitigen Installationen verfolgt die Polizeidirektion ihre Elektroschockpistolen mithilfe von Waffenschränken, die durch die RFID-Technik gesichert sind. Jede Elektroschockpistole ist mit einem Hochfrequenz-RFID-Tag gekennzeichnet und wird mithilfe von OEM-RFID-Lesegeräten und in den Waffenschränken installierten Antennen überwacht.
„Die Ario-Tags von Tagsys sind sehr klein. Dadurch lassen sie sich problemlos an den Elektroschockpistolen anbringen, ohne die Handhabung der Waffen zu beeinträchtigen. Dennoch ermöglichen sie einen zuverlässigen Lesebereich", erläutert David Armstrong, Vorstandsmitglied von RFIP. „Die Tags sind ausgesprochen stabil. Das ist wichtig angesichts der Umgebungen, in denen diese Waffen normalerweise zum Einsatz kommen."
Früher wurden die Elektroschockpistolen bei den Waffenkammern größerer Polizeidienststellen im Vereinigten Königreich ausgegeben. Heute werden die Waffen hingegen auch bei kleineren Bezirksdienststellen bereitgestellt. Folglich brauchen die örtlichen Polizeidienststellen eine kompakte, sichere und zugleich auch kostengünstige Methode für die Aufbewahrung und Ausgabe der Elektroschockpistolen.
Wenn ein Beamter eine Elektroschockpistole braucht, legt er seinen Dienstausweis auf ein Kartenlesegerät auf dem Waffenschrank. An diesem Punkt stellt das System fest, ob der Beamte zur Benutzung von Elektroschockpistolen befugt ist. Nach erfolgter Autorisierung führt ein an das System angeschlossener berührungssensibler Bildschirm den Beamten durch eine Reihe von rechtlichen und verfahrenstechnischen Hinweisen. Anschließend wird für die Elektroschockpistole elektronisch signiert, bevor das System die Öffnung einer Waffenschublade auslöst. Der authentifizierte Beamte entnimmt daraufhin die Elektroschockpistole. Dabei wird die Waffe diesem Beamten automatisch in der Inventarverwaltungsanwendung zugewiesen.
Die Lösung erstellt für die Polizeidirektion einen vollständigen Nutzungsverlaufsbericht für jede Waffe. Dadurch können Vorgesetzte verfolgen, welche Beamte jeweils welche Waffen benutzt haben. Die Polizeidirektion erhält dadurch einen soliden Prüfpfad für Nachforschungen zur Benutzung einer Elektroschockpistole bzw. Trainingsaufzeichnungen für den betreffenden Beamten.
„Durch die RFID-Lösung haben sich die Identifikations- und Verfolgungsfähigkeiten der Polizeidirektion verbessert", meint Armstrong. „Im Falle, dass die Polizeidirektion den Verlauf einer bestimmten Waffe oder eines bestimmten Beamten überprüfen muss, können die Behörden vollständige Aufzeichnungen über alle Personen, die Zugang zu der Waffe hatten, und über alle relevanten Dienst- oder Trainingsinformationen abrufen."
Bild: TAGSYS


Die RFID-Technologie ist ausgereift. Standards für die gängigen Systeme sind verfügbar. Und für alle Anwendungen unterschiedlichst...





