Telematik- und RFID-System vereinfacht Auftragsmanagement beim Zementproduzenten Holcim
Um das Auftragsmanagement effektiver zu gestalten, die Disposition der eingesetzten Lkw und Bahnwagen zu optimieren sowie die Prozessfehler signifikant zu reduzieren, setzt der Zementproduzent Holcim Schweiz seit Sommer 2009 auf die Web-basierte Logistik-Lösung Logon. Dies geschieht in Kombination mit 287 Handheld-Computern Workabout Pro G2 von Psion Teklogix, welche die Hardwarebasis für das mobile Telematiksystem Transpo-Drive Logon des Unternehmens Nufatron bilden. Dieses dient dazu, das Auftragsmanagement effektiver zu gestalten, die Disposition der eingesetzten Lkw und Bahnwagen zu optimieren sowie die Prozessfehler signifikant zu reduzieren. Zudem sind innovative Technologie-Lösungen aus dem Bereichen RFID, GPS sowie Mobile Computing Bestandteil des Projekts.
In der Vergangenheit hatte jede einzelne Abteilung innerhalb der Holcim Schweiz - von der Auftragsabwicklung und Weiterleitung, über die Disposition der Baustoff-Transporte bis hin zur Fakturierung - ihre eigenen Lösungen, um die jeweiligen Einzelaufgaben zu bewältigen. „Hieraus resultierten nicht nur unnötige Reibungsverluste durch mangelnde Schnittstellen zwischen den Prozessen. Durch die mehrheitlich papiergestützte Abwicklung der Verwaltungs-, Lieferungs- und Abrechnungsprozesse schlich sich auch der eine oder andere Fehler ein", erklärt Andreas Schmid, Projektmanager Logistik bei Holcim. Die Lösung für diese Herausforderung lag in der Konsolidierung der einzelnen Einheiten, inklusive externer Transporteure, Partner und Kunden, auf einer zentralen Plattform unter Einbindung von mobilen Lösungen. Die mit GPS, GSM/GPRS und einem RFID-Modul ausgestatteten Handheld-Computer wurden vom Psion Teklogix- Distributor Warok an den Systemintegrator Nufatron geliefert. Vorher wurden die Einzelkomponenten wie der RFID-Reader in das multifunktionale Gerät verbaut und alle Endgeräte getestet.
Von der Magnettafel zum mobilen Prozess
Eine Harmonisierung aller bestehenden Logistikprozesse wurde durch die Integration der Collaboration-Plattform Logon erzielt. Über diese werden mittlerweile etwa 100 000 Aufträge pro Jahr für die Schweiz und für den süddeutschen Raum abgewickelt. Vor der Implementierung wurden die einzelnen Aufträge für Zementlieferungen dezentral an den einzelnen über die Schweiz verteilten Transport-Einheiten mithilfe von Papierlisten angenommen. Die weitere Disposition der Fahrten bis zum Endkunden erfolgte zum großen Teil an einfachen Magnettafeln und die Informationen wurden per Telefon an die Fahrer weitergeleitet. Somit ergaben sich zwischen Auftragsannahme und finaler Abrechnung zahlreiche Gelegenheiten für Prozessfehler. Heute sind sowohl die Schweiz als auch Süddeutschland in Cluster aufgeteilt, in denen die Bestellungen im ersten Schritt angenommen werden.
Datenverarbeitung im zentralen Server
Die Datenverarbeitung selbst läuft über einen zentralen Server, welcher die Informationen an die einzelnen Logistikzentren weiter- routet. Nach der Auftragsannahme werden alle Informationen direkt im System vorgehalten, sodass von hier aus auch alle Bestätigungen für die Kunden via E-Mail, SMS oder Fax generierbar und die Details für jeden Transport über den von Nufatron entwickelten Kommunikationsserver auf die Workabout Pro G2 zum Fahrer übertragbar sind. Die alten Magnettafeln für die Disposition wurden durch digitale Einheiten auf dem Bildschirm ersetzt, mit denen die Aufträge per Drag&Drop einfach auf jeden beliebigen Lkw disponierbar sind.
Lesen Sie den kompletten Beitrag in der Dezemberausgabe von „RFID im Blick".
Bild: Holcim (Schweiz) AG


Die RFID-Technologie ist ausgereift. Standards für die gängigen Systeme sind verfügbar. Und für alle Anwendungen unterschiedlichst...





