Kunsthochschule Halle erprobt RFID-Einsatz in Campus-Bibliothek
In einem Vortrag im Rahmen des 3. Wildauer Symposiums berichtete Projektleiter Michael Hoffmann über den erstmaligen UHF-Einsatz in einer Bibliothek im Rahmen eines Praxisprojekts an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. Die Hochschule verwendet bereits seit einigen Jahren ein RFID-basiertes Zutrittskontrollsystem, durch das in vielen Bereichen ein 24/7-Betrieb für Studenten und Mitarbeiter möglich ist. Anlass, die derzeitig im Campus Kunst integrierte Bibliothek mit RFID-Technik auszustatten und dabei auf UHF-Technik zu setzen, ist neben dem angestrebten Neubau und den damit verbundenen Möglichkeiten der Drang nach Neuentwicklung und Innovation.
Rund 80 000 Bücher auf circa 1 900 Regalmetern verzeichnet die Bibliothek. „Wir möchten den Einsatz von UHF statt HF als erste Bibliothek Deutschlands erproben, die Schwächen der bisherigen HF-Systeme in einigen Bereichen umgehen und die Vorteile der UHF-Technologie nutzen", erklärt Hoffmann.
Seit Mitte August 2010 wurde mit der Konvertierung begonnen. Bis heute sind rund drei Viertel der 80 000 Medien mit Transpondern versehen. Laut Hoffmann werden durchschnittlich 1 000 Bücher pro Tag konvertiert, wobei während des Konvertiervorgangs jedes Buch zusätzlich fotografiert wird. „Durch dieses System kann später jedes Buch sehr schnell und auf intuitiv-visuelle Art gefunden werden." Zudem unterstützen farbige Fachlabels mit Barcodes an den Bücherregalen die Logistik beim Konvertieren. Momentan wird an den nächsten Teilbereichen des Projektes gearbeitet: die Inbetriebnahme des Sicherungsgates und eine Lösung zur effektiven Inventur.
Bild: Burg Giebichenstein - Kunsthochschule Halle


Die RFID-Technologie ist ausgereift. Standards für die gängigen Systeme sind verfügbar. Und für alle Anwendungen unterschiedlichst...






