Adam Hall optimiert interne Logistikprozesse mit mobilem Datenfunk
Um die erwartete Umsatzverdopplung in den kommenden Jahren mit gleichem Personal bewältigen zu können, lagert und kommissioniert das Handelsunternehmen Adam Hall in seinem neuen Logistikzentrum am Standort Neu-Anspach seit Herbst 2009 mithilfe einer mobilen Datenfunklösung des Unternehmens ICS International. Diese umfasst die komplette Datenfunkausleuchtung im Logistikzentrum über WLAN sowie den Einsatz der entsprechenden Hardware - und zwar sowohl in der Lager- als auch der Büroumgebung. „Durch diese Maßnahmen haben wir die Produktivität im Gesamtsystem in den ersten Monaten bereits um 30 Prozent gesteigert", berichtet Sven Wagner, kaufmännischer Leiter bei Adam Hall.
Vor der Einführung der Datenfunklösung hat das Handelsunternehmen ausschließlich papierbezogen gearbeitet, sämtliche Logistikprozesse liefen belegorientiert ab. Dies führte nicht nur zu einer Unmenge an Papier, sondern auch der Ablauf der Prozesse im Lager erfolgte langsam und war zudem fehleranfällig. Mit dem Bezug des neuen europäischen Logistikzentrums im Herbst 2008 konnte die komplette Lagerlandschaft modernisiert, neue Software- und Fördertechnikkomponenten installiert und eine zukunftsfähige Hardwareumgebung für die mobile Datenerfassung (MDE) geschaffen werden. Die gesamten Lagerprozesse - vom Einlagern über das Umlagern bis zur Kommissionierung - erfolgen nun mithilfe von MDE-Geräten, sowohl manuell über Handscanner als auch über am Stapler angebrachte Terminals. Bereits im Rohbau wurde eine Funkausleuchtung nach neuestem Standard IEEE 802.11b/g durchgeführt und die entsprechenden Access-Points installiert. Im Wareneingang sorgen Barcodedrucker dafür, dass jedes einzelne Teil gekennzeichnet wird und mittels eines MDE-Gerätes erfassbar ist.
Mobile Hardware im Lager
Zum Einsatz kommen vier Geräte vom Typ Motorola MC9090-G, mobile Datenerfassungsterminals mit integriertem Barcodeleser. Darüber hinaus sind weitere vier Geräte vom Typ MC9090-K im Kleinteilelager von Adam Hall im Einsatz, die dadurch, dass sie ohne Griff ausgeführt sind, flexibel „am Mann" getragen werden können. Im Versand wurden zehn Packtische mit Zebra-Druckern und Motorola LS3678ER angeschlossen und mit Bluetooth ausgestattet. Und im Wareneingang setzt Adam Hall zwei mobile Arbeitsplätze ein, um auch „komplizierte Wareneingänge" barcodegestützt direkt an der Ware über Navision vereinnahmen zu können.
Flexibilität in der Auftragsbearbeitung glättet Spitzen
„Wir können heute sehr viel schneller ausliefern", verweist Adam-Hall-Logistikleiter Dennis Böhmer auf einen der ganz wesentlichen Vorteile der neuen Lösung. „Früher haben wir zu Spitzenzeiten mit Mann und Maus gepackt, da unsere Auftragseingänge tendenziell sehr starken Schwankungen unterliegen und sind dabei trotzdem immer wieder an unsere Grenzen gestoßen." Außerdem hält Adam Hall ein sehr großes Artikelspektrum mit bis zu 4 000 Artikeln, die auch sehr unterschiedliche Abmessungen aufweisen, permanent auf Lager. Da spielt die Transparenz eine ganz entscheidende Rolle. Der Staplerfahrer selbst kann heute beispielsweise eigenverantwortlich an seinem mobilen Datenfunkterminal entscheiden, wann er einen Kundenauftrag mit höherer Priorität und wann er einen Nachschubauftrag aus dem Lager bedienen will. Denn ihm stehen alle relevanten Informationen wie etwa detaillierte Artikelbeschreibungen oder Bilder in Echtzeit zur Verfügung. Alternativ können diese Vorgaben auch zentral vom Leitstand aus erfolgen. Durch diese hohe Flexibilität ist es möglich, Auftragsspitzen zu glätten und unproduktive Leerzeiten weitgehend zu vermeiden.
Lesen Sie den kompletten Beitrag in der Dezemberausgabe von „RFID im Blick"
Bild: ICS International AG


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