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Hightech-Systeme im Hamburger Hafen

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Das System der HHLA steuert über Datenfunk und RFID-Transponder die Portalkrane und Zugmaschinen.HHLA steuert Portalkrane und Zugmaschinen mit RFID-Transpondern

In Europas modernster Hafenanlage für den Containerumschlag wurde ein hochautomatisiertes Güterverkehrszentrum mit einem Umschlagsbereich für den kombinierten Verkehr für die problemlose An- und Auslieferung von Containern per Bahn und Lkw eingerichtet. Neuartige IT-Strukturen steuern das komplexe Zusammenwirken der verschiedenen Systemkomponenten. Ein Transportleitsystem hilft dabei, diesen kombinierten Schienen- und Straßenverkehr abzuwickeln und gleichzeitig den Container-Umschlag innerhalb des Terminals zu optimieren. Das System steuert über Datenfunk und RFID-Transponder, welche vom Unternehmen Zetes in den Boden der Container-Übergabestellen eingelassen wurden, die Portalkrane und Zugmaschinen und sorgt für kürzeste Fahrstrecken, minimale Leerfahrten und termingerechte Abwicklung aller Transportaufträge.

Die optimale Auslastung aller Ressourcen spart Kosten und steigert die Qualität und Produktivität der gesamten Terminallogistik, so dass innerhalb von zwei Tagen bis zu 10 000 Standard-Container gelöscht und geladen werden können. Die Besonderheit des Systems ist die dynamische Echtzeitsteuerung: Bei jeder Änderung der Transportsituation, beispielsweise durch neue Aufträge oder Ablaufstörungen, erzeugt das System neue optimierte Transportsequenzen.

Wichtige Glieder im Informationsfluss zwischen dem zentralen Transportleitsystem und den Zugmaschinen beziehungsweise den Bahnkranen stellen der Datenfunk und das Transponder-ID-System dar. Über das Datenfunksystem wird die Steuerung der landseitigen Logistik automatisiert. Aufträge, die vom Transportleitsystem als optimale Aufträge für ein Fahrzeug bestimmt wurden, sind automatisch via Datenfunk ins Fahrzeugterminal übertrag- und anzeigbar. Die erfolgreiche Ausführung eines Transportauftrags ist durch eine Rückmeldung an das Transportleitsystem bestätigt, die automatisch abgesendet wird, wenn das Fahrzeug an seiner Zielposition einen Transponder passiert.

Die 125 kHz Induktiv-Transponder wurden von Zetes im Boden an den Container-Übergabestellen eingelassen, wo entweder ein Wechsel des Transportmittels stattfindet oder der Container seinen Zwischenlagerort erreicht hat. Die entsprechenden RFID-Lesegeräte und Antennen sind an den Zugmaschinen montiert, da sie das Bindeglied zwischen Van-Carrier und der Lkw-/Zugverladung bilden. Um weiterhin flexibel in der Nutzung des Betriebsgeländes zu bleiben und um Ausnahmefällen aufzufangen, besteht für die Transporteure jederzeit die Möglichkeit über die situationsabhängig eingeblendeten Softkeys auf den Touchscreen-Terminals manuelle Meldungen per WLAN an das System abzusetzen.

Zur Visualisierung und Kommunikation der Auftragsdaten sind circa 170 Fahrzeugterminals der Zetes Tochterfirma IND Systeme im Einsatz. Diese industrietauglichen PC-Terminals eignen sich aufgrund ihrer robusten und gleichermaßen kompakten Bauweise in besonderem Maße für dieses Einsatzgebiet. Sie trotzen jeglichen Witterungsverhältnissen, finden selbst in beengten Fahrerkabinen Platz und lassen sich durch ihren Touchscreen intuitiv bedienen. Die mobile Kommunikation der Fahrzeugterminals mit dem Hostsystem erfolgt über ein sicheres Funknetz, welches weite Teile des ein Quadratkilometern großen Betriebsgeländes (CTA) durch 26 Access-Points abdeckt.

Die Integration der RFID-Technologie im Zusammenspiel mit der WLAN-Infrastruktur und den IND-Terminals schaffte somit bei der HHLA - neben dem Komfort der automatischen Positionsrückmeldungen für die Transporteure - insbesondere eine sichere Möglichkeit, die Warenbewegungen in Echtzeit zu verfolgen. Dadurch konnten die Transporte zeitlich und quantitativ weiter optimiert und die Umschlagskapazität ausgebaut werden.

Bild: Hamburger Hafen und Logistik AG

 

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