Projekt "EZ-Pharm": Smarte Verpackungen erkennen Fälschungen
Wie Pharmaprodukte gegen Fälschungen geschützt werden können, wurde bis Mitte 2010 unter der Federführung des IPH-Institut für Integrierte Produktion Hannover im Forschungsprojekt "EZ-Pharm" untersucht. Mit Hilfe von RFID-Tags, die auf Medikamentenverpackungen aufgebracht werden, kann zukünftig die gesamte Pharmaversorgungskette sicher überwacht werden, so das Projektfazit.
„In dem Projekt konnten erstmals der Antennendruck und die Strapmontage von RFID-Chips zusammen in die Faltschachtelherstellung integriert werden“, fasst Björn Eilert, Projektingenieur am IPH und Koordinator des Projektes "EZ-Pharm", die Ergebnisse zusammen. Zu diesem Zweck hat der Projektpartner Koenig & Bauer ein Verfahren entwickelt, mit dem die Antennenstruktur der RFID-Transponder auf die Verpackung aufgedruckt werden kann. Auf die mit Antennen bedruckten Faltschachteln werden die RFID-Chips mittels Strap-Montage aufgebracht. ASEM Präzisionsautomaten hat hierfür ein prototypisches Verfahren entwickelt, das die auf einem Trägermaterial (Strap) vormontierten Chips auf den Faltschachteln appliziert. Durch den Einsatz der Straps sei eine Chip-Montage „von der Rolle“ bei hoher Produktionsgeschwindigkeit möglich, die gleichzeitig eine zuverlässige Kontaktierung zur Antenne sicherstelle.
Die geschützte Prozesskette basiert auf definierten Messpunkten, an denen die Daten des RFID-Transponders über die Datenverarbeitungsinfrastruktur erfasst und in einer zentralen Datenbank festgehalten werden. Solvay Deutschland, jetzt Abbott Products, unterstützte als Pharmahersteller die Entwicklung und stellte für die prototypische Umsetzung ein Medikament zur Verfügung.
Bild: Schlierner - fotolia.com


Die RFID-Technologie ist ausgereift. Standards für die gängigen Systeme sind verfügbar. Und für alle Anwendungen unterschiedlichst...






