Schnellere organische Transistoren
Forscher vom Institut für Mikroelektronik Stuttgart (IMS Chips) und dem Max- Planck-Institut (MPI) für Festkörperforschung in Stuttgart haben nach eigenen Angaben die kleinsten und schnellsten organischen Dünnfilmtransistoren (OTFTs), die je in einem Fertigungsprozess hergestellt wurden, vorgestellt. Der OTFT gilt als Basistechnologie für künftige flexible Elektronikprodukte. Dazu gehören flexible Displays, diagnostische Verbände für die Medizin, HF-RFID-Tags sowie intelligente Fahrkarten und Leitsysteme.
Neben der Versorgungsspannung wird die Transistorgeschwindigkeit laut der Forscher größtenteils durch die Kanallänge des Transistors bestimmt, die sich über den Gate-Kontakt steuern lasse. Je kürzer der Kanal sei, desto schneller sei der Transistor. Bis vor Kurzem hatte die Forschergruppe um Dr. Hagen Klauk vom MPI die Verdampfung von Materialien durch eine Kunststofflochmaske, die durch einen Laserschnitt strukturiert werde, genutzt.
Dem IMS Chipteam um Dr. Florian Letzkus ist es nun gelungen, Siliziummembran-Stencilmasken mit einer Transistorenkanallänge von weniger als einem Meter zu fertigen. Diese können Transistoren herzustellen, die 100 mal schneller schalten als OTFTs, die mit Kunststofflochmasken hergestellt wurden. Ein weiterer Pluspunkt sei die mechanische Qualität der Silizium-Stencilmasken, die gleichzeitig über hervorragende Festigkeit und Stabilität verfügten.
Bild: Institut für Mikroelektronik Stuttgart


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