Online-Bürgerdienste sollen für Nutzung mit dem nPA mit RFID-Chip ausgebaut werden
Die Stadt Münster will den neuen elektronischen Personalausweis zum Ausbau der Online-Dienstleistungen für die Bürger nutzen. Als einziger kommunaler Antragsteller erhalten die Stadt und die Stadtwerke und die von ihm geführte kommunale Kooperation von 18 Städten und Gemeinden vom Bund rund 50 000 Lesegeräte zur kostenlosen Verteilung. „Jeder, der das will, kann den Ausweis als elektronische Identitätskarte nutzen und bekommt so ohne zusätzlichen Aufwand neue Möglichkeiten zur Nutzung von Online-Diensten", sagte Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe. Im Gegenzug werde es sich künftig lohnen, im großen Maßstab Online-Dienste anzubieten. „In den Kommunen steht ein Quantensprung im E-Government bevor, und Münster befindet sich hier in vorderster Reihe", so der Oberbürgermeister.
Pro Jahr werden in den Bürgerbüros des Amtes für Bürgerangelegenheiten 35 000 Personalausweise beantragt. Rechnerisch reichen also die vom Bundesinnenministerium zugesagten rund 50 000 Lesegeräte aus, um schätzungsweise ein Jahr lang jeden Antragsteller zu versorgen, der zum neuen Ausweis kostenlos ein Lesegerät haben möchte.
Die Stadt Münster gibt das IT-Kit mit dem Basisleser von SCM Microsystems in ihren neun Bürgerbüros aus, in denen unter anderem Personalausweise beantragt und ausgegeben werden. Im Zeitraum vom 1. November bis zum Mitte Dezember gab es 3 602 Personalausweisanträge, im Vergleichszeitraum 2009 waren es 2 839 Personalausweise. Im größten dieser Bürgerbüros (Stadtmitte) wurden nach Angaben der Stadt Münster bereits in den ersten Wochen mehr als hundert IT-Kits ausgegeben. Schätzungsweise jeder Zweite lässt sich beim neuen Personalausweis die Online-Ausweisfunktion einschalten. Da die neue AusweisApp erst seit dem 3. Januar 2011 zum Download für die Bürger bereitsteht, werden auch in Münster erst mit Beginn dieses Jahres Online-Anwendungen angeboten. Diese sollen in Kürze bereitgestellt werden.
Damit die Freischaltung und anschließende Nutzung der eID für die Bürgerinnen und Bürger attraktiv wird, stellt die citeq, Münsters städtischer IT-Dienstleister für Kommunen, öffentliche Verwaltungen und deren Einrichtungen für Münster zur Einführung des neuen Personalausweises mehrere Verfahren zur Verfügung, welche die eID bereits nutzen. Konkret handelt es sich um Anträge zur Abholung und Entsorgung von Elektrogroßgeräten bei den AWM, zur Bestellung von Urkunden beim Standesamt, zur Bestellung von Karten und Produkten des Vermessungs- und Katasteramts und für die Sondernutzungserlaubnis öffentlicher Verkehrsplätze beim Tiefbauamt. Weitere Antragsverfahren wie die zur Schülerfahrkostenerstattung beim Amt für Schule und Weiterbildung sowie diverse Anträge beim Amt für Kinder, Jugendliche und Familie werden bis Ende 2011 umgesetzt. Mit Jahresende sollen dann insgesamt 25 vielgenutzte städtische Online-Anwendungen der Stadt die eID nutzen.
Zur Kommunalen Kooperation gehören neben den Stadtwerken Münster und der Stadt Münster auch die verbundenen Städte und Gemeinden Ahlen, Ascheberg, Beelen, Coesfeld, Dülmen, Everswinkel, Hagen, Hamm, Havixbeck, Lüdinghausen, Nordkirchen, Nottuln, Ostbevern, Sassenberg, Sendenhorst, Wadersloh und Warendorf. Diese geben also ebenfalls die IT-Sicherheitskits mit dem Basisleser aus.
Foto: Stadt Münster


Die RFID-Technologie ist ausgereift. Standards für die gängigen Systeme sind verfügbar. Und für alle Anwendungen unterschiedlichst...






